Am 13. März 1955 wurde der Verband in Donauwörth gegründet. Der Sitz ist in München.
Der Verband ist jedoch nicht die erste höhlenkundliche Dachorganisation in Deutschland und versteht sich als Nachfolgeorganisation des Hauptverbandes Deutscher Höhlenforscher (1922-1945) und der Deutschen Gesellschaft für Karstforschung (1947-1950). Der Verband ist als gemeinnützig anerkannt.

Ziele

Die vorrangigen Ziele des VdHK sind die Erforschung und der Schutz der Höhlen und Karsterscheinungen, der Umwelt- und Naturschutz sowie der Denkmalschutz in den Karstgebieten Deutschlands. Um diese Ziele zu erreichen

  • bündeln wir die Kompetenzen der regionalen Vereine, Institute, Schauhöhlen und Einzelpersonen;
  • leisten wir Öffentlichkeitsarbeit (Publikationen, Tagungen, Ausstellungen, Pressearbeit);
  • vertreten wir die gemeinsamen Interessen unserer Mitglieder gegenüber dem Staat und der Gesetzgebung;
  • arbeiten wir mit wissenschaftlichen Instituten, Vereinigungen und Naturschutzorganisationen des In- und Auslandes zusammen;
  • fördern wir Forschungsvorhaben, Weiterbildung und Jugendprojekte
  • setzen uns für den Erhalt der Karstlandschaften in Deutschland und deren Ausweisung als Naturschutzgebiete ein.

Aktivitäten

Unsere Jahrestagungen werden von den regionalen Vereinen organisiert und bilden ein wertvolles Forum für den bundesweiten Gedankenaustausch, für Fachvorträge, Exkursionen und Informationen. Daneben führen wir zahlreiche weitere Veranstaltungen durch oder unterstützen sie finanziell (Schulungs- und Ausbildungslager, Fachseminare).

Zudem besitzen wir eine Sonderausstellung, die allgemeinverständlich über Höhlen und Höhlenforschung in Deutschland informiert und bei Bedarf ausgeliehen werden kann.

Unsere Publikationen prägen entscheidend das Bild der Höhlenforschung in der Öffentlichkeit. Während in den "Mitteilungen" vierteljährlich über die Höhlenforschung im In- und Ausland berichtet wird, sind die Jahrbücher "Karst und Höhle" meist thematische oder regionale Monographien. In den "Abhandlungen zur Karst- und Höhlenkunde" werden in unregelmäßiger Folge Spezialbereiche der Höhlenforschung behandelt.

Wir unterhalten eine umfangreiche Fachbibliothek, in der neben Büchern auch fast alle höhlenkundlichen Zeitschriften aus dem In- und Ausland vorhanden sind. Die Bestände der Bibliothek werden hauptsächlich durch den ausgedehnten Schriftentausch zusammengetragen. Desweiteren stellen wir finanzielle Fördermittel für innovative Forschungsvorhaben zur Karst- und Höhlenkunde, für Naturschutzprojekte und für die Höhlenrettung bereit. Unsere Mitglieder beteiligen sich an einem Bergungskosten-Solidaritätsfonds, der die finanziellen Folgen eines -glücklicherweise äußerst seltenen - Höhlenunfalls mildert.

Wir engagieren uns in zahlreichen wissenschaftlichen Vereinigungen (z.B. Deutsche Quartärvereinigung, Fachsektion Geotope der Dt.Geologischen Gesellschaft), im Deutschen Naturschutzring (DNR), im Fach- und Interessenverband für seilunterstützte Arbeitstechniken e.V. sowie im DIN-Normenausschuß für Sport- und Klettergeräte und übernehmen hier die Interessenvertretung der deutschen Höhlenforscher.

Der Verband zählt rund 2.500 Mitglieder. Davon sind etwa 2.000 in den 5 Landesverbänden und 88 Mitgliedsvereinen organisiert. Weitere 500 Mitglieder sind Einzelpersonen, Institute, Behörden und Schauhöhlenbetriebe. Wenn Sie Interesse daran haben, unsere Ziele durch Ihre Mitarbeit zu unterstützen, wenden Sie sich bitte an folgende Kontaktadresse:
Bärbel Vogel
Grasslergasse 24
D - 83486 Ramsau