Selbst bei größtmöglicher Vorsicht: Unfälle in Höhlen sind leider nicht ausgeschlossen. Meistens handelt es sich um unbedeutende Blessuren. Es sind aber auch in Deutschland bereits spektakuläre Unfälle passiert. Dabei hat sich gezeigt, daß die Bergung von Personen aus Höhlen wegen der extremen technischen Schwierigkeiten oft außerordentlich teuer ist. Kosten von bis zu 40.000 EUR sind vorgekommen.

Wenn Sie also aktiv an der Erforschung von Höhlen teilnehmen, sind Sie mit einer privaten Unfallversicherung, die die besonderen Risiken der Höhlenforschung ausdrücklich abdeckt, gut beraten. Solche Versicherungen können bei beliebigen Versicherungsunternehmen abgeschlossen werden und sollten zur üblichen Lebensvorsorge gehören.

Leider haben sich bei allen heute bestehenden Versicherungen entscheidende Mängel offenbart, was die Abdeckung der oft sehr hohen Bergungskosten betrifft:

  • Meistens werden Bergungskosten nur bis zu einer sehr geringen Summe abgesichert (üblich sind 2.500 EUR)!
  • Die Zahlung von Bergungskosten setzt einen erlittenen Körperschaden (Unfall) voraus. Hochwassereinschlüsse, bei denen niemand verletzt wird, und unnötig ausgelöste Suchaktionen werden daher nicht finanziell abgesichert. Gerade diese Rettungsaktionen sind jedoch die teuersten!

Die im Verband organisierten Höhlenforscher haben daher auf ihrer 40. ordentlichen Hauptversammlung am 30. April 1995 in Iserlohn-Letmathe beschlossen, einen selbstverwalteten Bergungskosten-Solidaritätsfonds zu gründen. Sie reagierten damit auf die unzulänglichen Angebote der professionellen Versicherer. Ein solcher Fonds ist bisher in der Speläowelt einmalig. Er enthält zur Zeit über 37.000 EUR.

Dieser Selbsthilfefonds für Bergungskosten hat folgende Vorteile:

  • Eine offenkundige Absicherungslücke bei Höhlenunfällen wird definitiv geschlossen.
  • Die Entscheidung über die Leistung von Zahlungen ist kompetenten und erfahrenen Höhlenforschern überlassen und nicht fachfremden Versicherungssachbearbeitern.
  • Die Fondseinlage jedes Mitgliedes besteht aus einer einmaligen Zahlung von 26 EUR. Nachzahlungen werden erst wieder erforderlich, wenn größere Bergungskosten angefallen sind, was erfahrungsgemäß und glücklicherweise recht selten ist. Dies ist erheblich preiswerter als jede andere Versicherungsform.

Jedes Verbandsmitglied ist hiermit aufgefordert, sich an dem Fonds zu beteiligen. Da der Fonds auf der Solidarität untereinander basiert, gilt dies auch für diejenigen, die z.B. gar keine Höhlen mehr besuchen.

Mitglied im Fonds wird man, wenn man einen Überweisungsträger ausfüllt und der Betrag von 26 EUR auf dem Konto des Bergungskosten-Solidaritätsfonds eingegangen ist (Volksbank Laichingen,  IBAN: DE12630913000001492012, BIC: GENODES1LAI).

Zur Beachtung: Mitglied im Bergungskosten-Solidaritätsfonds können nur registrierte Verbandsmitglieder sein (Gruppen-/Vereinsmitgliedern müssen zwingend von ihrer Organisation namentlich dem Verband gemeldet sein). Andere Überweisungen begründen KEINE Mitgliedschaft im Bergungskosten-Solidaritätsfonds. Wenn Sie als Vereinsmitglied dem Fonds beitreten möchten, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Verein, ob dieser eine aktuelle Mitgliederliste an den Verband (stellv. Schatzmeister, Manfred Wendel, Adresse siehe Vorstand) abgeschickt hat. Auf Ihrem Überweisungsträger ist es für den Verwalter des Fonds hilfreich, wenn Sie neben Ihrem vollständigen Namen auch den Namen ihres Vereins angeben. Für Rückfragen zu den Richtlinien des Fonds steht Ihnen der stellvertretende Schatzmeister, der auch den Solifonds verwaltet, jederzeit zur Verfügung.