02.11.2016

Am 2.11. wurde ein Interview mit VdHK Referent für Biospeläologie Stefan Zaenker auf BR2 gesendet.
Link zur Sendung

02.11.2016 sz

18.10.2016

Den Geologischen Kalender gibt es seit 2002, dem "Jahr der Geowissenschaften" in Deutschland. Jährlich wechselnde Themen führen zu faszinierenden geologischen Phänomenen auf unserer Erde. Mit den Erläuterungen auf der Rückseite jedes Kalenderblattes eignet sich der Geologische Kalender für die Reiseplanung, aber auch als Unterrichtshilfe oder zur Vorbereitung auf Prüfungen. Ganz besonders aber will der Geologische Kalender auf die Schönheiten und die Komplexität unseres Heimatplaneten aufmerksam machen.
Der Geologische Kalender 2017 mit dem Thema "Einblicke" ist jetzt verfügbar und kann per Post, per e-mail oder über den Geoshop bestellt werden. Mitglieder des VdHK können den Kalender zum DGGV-Vorzugspreis von 13 € (zzgl. Versandkosten) erwerben, bitte bei der Bestellung "Mitglied VdHK" angeben.
Informationen

2.11.2016 fk

13.09.2016

Zum Abschluß des Projektes "Leben im Dunkel" im Rahmen des Ökoplans Alpen läd der VdHK auf den Wendelstein.
Über ein Jahr lang hat der VdHK in sieben Höhlen der bayerischen Alpen nach Tieren geforscht. Das Projekt wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz mit einem namhaften Betrag gefördert.
Die unglaubliche Zahl von 13.000 Tieren wurde gesammelt und bestimmt. Mehrere Erstnachweise von Tierarten für Deutschland wurden erbracht. Mit einem Vortragsprogramm sowie Buffet feiert der VdHK die Ergebnisse am Freitag, den 21. Oktober 2016. Auffahrt um 18.00 Uhr mit einem Sonderzug der Zahnradbahn. Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist. Unkostenbeitrag 28,-€
Informatinen und Anmeldung

13.09.2016

Über ein Jahr lang haben Spezialisten in sieben Höhlen der bayerischen Alpen nach Tieren geforscht. Als Ehrengast war Frau Staatsministerin Ulrike Scharf MdL auf den Wendelstein gekommen, deren Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz das Projekt mit einem namhaften Betrag gefördert hat.

Nach den spektakulären Ergebnissen bezeichnete Staatsministerin Scharf MdL Höhlen als Schatzinseln der Biodiversität.

Insgesamt wurden über 13.000 Tiere gefunden und bestimmt. Unter der Koordination des Referenten für Biospeläologie des Verbandes der deutschen Höhlen und Karstforscher Stefan Zaenker beteiligten sich insgesamt 25 Höhlenforscher und 12 Fachleute zum Bestimmen der einzelnen Tierarten.
Unter den fast 200 gefundenen Arten befanden sich mehrere, die erstmals in Deutschland nachgewiesen werden konnten. Stefan Zaenker konnte dem staunenden Fachpublikum ebenfalls von mehreren Erstnachweisen für die deutschen Alpen und auch von Funden endemischer Arten, d.h. Arten, die weltweit nur in einem sehr kleinen, regionalen Verbreitungsgebiet vorkommen, berichten. Ein seltener und mikroskopisch kleiner Höhlen-Pseudoskorpion wurde erstmals seit 1966 wiedergefunden. Die Spielberghöhlen waren damals der einzige deutsche Fundort. Hier wurde die Art auch bei den aktuellen Untersuchungen gefunden, was für eine sehr große Beständigkeit in den unterirdischen Lebensräumen spricht.


Auch das neue Höhlentier des Jahres wurde auf dem Wendelstein vorgestellt. Stefan Zaenker präsentierte für 2017 die Vierfleck-Höhenschlupfwespe Diphyus quadripunctorius.

Die Tiere überwintern in großer Zahl in Naturhöhlen, Bergwerksstollen und Felsenkellern und stehen für eine große Zahl an Tierarten, die auf geschützte und frostfreie Rückzugsorte unter Tage angewiesen sind.


In der Wendelsteinhöhle informierte sich die Ministerin unter fachkundiger Leitung von Peter Hofmann , dem 2. Vorsitzenden des Vereins für Höhlenkunde München, vor Ort über die aufwändigen Arbeiten zum Projekt "Leben im Dunkel".
Am Beispiel der zoologischen Untersuchungen in der 573 Meter langen und 106 Meter tiefen Wendelsteinhöhle kann man sehr gut den Forschungsbedarf bezüglich der Höhlentiere erkennen. Die auf den ersten Blick unwirtlich wirkende Höhle ist, nach den Ergebnissen der Untersuchungen, idealer Lebensraum insbesondere für Tierarten die als Eiszeitrelikte gelten. Im Laufe des Projekts wurden hier unter der Regie von Höhlenforscher Peter Hofmann durch Handaufsammlungen und 3 kleine Bodenfallen über 1.900 Tiere gesammelt. Insgesamt konnten über 50 Tierarten nachgewiesen werden.

Die Spinnenförmige Schneemücke (Chionea araneoides), eine flügellose, winteraktive Mückenart, wurde in der Wendelsteinhöhle erstmals für die deutschen Alpen nachgewiesen. Sie war bisher in Deutschland nur aus dem Fichtelgebirge und dem Bayerischen Wald bekannt, wo sie kalte Blockhalden bewohnt. Der Springschwanz

Schaefferia sexoculata konnte erstmals für Deutschland gefunden werden. Die Art ist auch aus schweizer, österreichischen und englischen Höhlen bekannt. Ein weiterer Erstnachweis für Deutschland ist die Scheufliege Gymnomus soosi die bisher nur in Bosnien gefunden wurde.

"Alles in allem ein Projekt, das unsere Erwartungen weit übertroffen hat", so die Vorsitzende des Verbandes der deutschen Höhlen und Karstforscher e.V. Bärbel Vogel. "Gerade in Bezug auf die Biologie ist in den nächsten Jahren noch viel Neues aus Höhlen zu erwarten. Die ehrenamtliche Höhlenforschung kann vieles leisten, jedoch ohne die finanzieller Unterstützung des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz wäre ein solches Projekt nicht realisierbar gewesen."


Flyer zum Projekt

 

 

 

Fotos zum download
Höhlenwasserassel (Foto: Klaus Bogon)

Udo Kaiser in der Wendelsteinhöhle beim Fallen aufstellen (Foto: Peter Hofmann)

Raubmilbe frisst Springschwanz (Foto: Peter Hofmann)

Stefan Zaenker in der Wendelsteinhöhle bei der Feldarbeit (Foto: Peter Hofmann)


Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. VdHK


über uns:

Der VdHK ist die Dachorganisation der deutschen Höhlenforschung.
7 Landesverbände decken die Karstregionen Deutschland ab.
Insgesamt sind ca. 2.500 Höhlenforscher im VdHK ehrenamtlich tätig.
Der VdHK ist Mitglied im Deutschen Naturschutzring DNR,
in der European Speleologicla Federation F.S.E. und der
International Union of Speleology UIS sowie
dem European Environmental Bureau EEB. Das EEB ist die größte Dachorganisation europäischer Umweltschutzverbände, der VdHK arbeitet dort in den Bereichen Wasser und Biodiversität mit.

Höhlenforschung
Die Speläologie oder Höhlenforschung arbeitet in verschiedenen Forschungsfedern wie Vermessung, Geologie, Hydrologie, Biologie, Klimatologie, Paläontologie und Archäologie.
Der VdHK unterstützt Forschung, Weiterbildung, Information zu und Schutz von Höhlen und Karst sowie die Höhlenrettung. Alle Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich.

www.vdhk.de
www.hoehlentier.de
www.karstinstitut.org

 



 

19.07.2016

In diesem Jahr hat der VdHK die Möglichkeit erhalten im Programm des deutschen Naturschutztages in Magdeburg ein sogenanntes "offenes Forum" zu gestalten. Am Donnerstag, den 15.9.2016 ab 19.00 Uhr sind Kurzvorträge und Diskussionen geplant. Wer Projekte seines Höhlenvereins dort ausstellen möchte kann sich dazu an den Vorstand wenden.
Hier der Link zum Programm.

22.06.2016

Wir kannten Elmar Hammerschidt als begeisterten Höhlenforscher und Schauhöhlenbetreiber, der überaus kontaktfreudig, freundschaftlich und aufgeschlossen war. Er war auf allen Tagungen zugegen und in vielen Höhlenvereinen ein gern gesehener Gast. Die Dechenhöhle war sein Leben, über die er immer etwas Neues zu berichten wusste. Elmar war ein fester Bestandteil des VdHKs und er hat für die Höhlenforschung in Deutschland sehr viel geleistet.

Am 27. Juni 2016 ist Elmar verstorben. Wir werden seine lebhaften Erzählungen und seine herzliche Art sehr vermissen. Unsere Anteilnahme gilt seinen Angehörigen.

Die kirchliche Begräbnisfeier findet am 8. Juli um 9:30 in der Pfarrkirche in der Königstraße in Haan statt, anschließend um 10:30 ist die Beisetzung am katholischen Friedhof, Thienhauser Straße.

30.6.16 bi/gn

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