Zum Jubiläum präsentiert der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. die Höhlentier Homepage in neuem Design.

Von nun an ist die Seite auch auf Tablets und Smartphones abrufbar. Und sie sieht einfach klasse aus - ein großer Dank an Christian Zaenker und an alle die zum großen Erfolg des Höhlentier des Jahres seit 10 Jahren begetragen haben.

Es ist tatsächlich passiert. Das Bundesnaturschutzgesetz wurde geändert und der Höhlen als Lebensraum in ganz Deutschland unter Schutz gestellt.

Höhlen und naturnahe Stollen sind im §30 BNatSchG Absatz 2 als schützenswerte Biotope mit aufgenommen.
Mein Dank gilt allen, die sich seit Jahrzehnten für den Höhlenschutz einsetzen, nur zusammen haben wir diesen Meilenstein erreichen können.

Ein ganz besonderer Dank gilt Friedhart, Sven und Stefan, die die VdHK Stellungnahme zum Gesetzesentwurf verfasst haben.

Bitte teilt diese gute Nachricht mit allen Höhlenvereinen und Höhlenforschern sowie den entsprechenden Behörden und Ansprechpartnern vor Ort.

Die Änderungen sind jetzt im Bundesgesetzblatt (BGBl. I S. 3434) veröffentlicht und treten am 1. April 2018 in Kraft.

Wir freuen uns auf konstruktive Gespräche zum Höhlenschutz.


Update 05.10.2017: Veröffentlichung des Gesetzes (bv/gn)

Wir verdanken ihm viel. Michael Krause war lange Jahre eine der Stützen des VdHK. Akkurat und ohne viel Aufhebens gestaltete er von 2001 bis 2013 die Mitteilungen und die Karst und Höhle-Bände in hochwertigster Qualität. Er war uns ein geschätzter Kollege und Freund.
Leider konnte er durch seine schwere Krankheit in den letzten Jahren nicht mehr an unseren Tagungen und Exkursionen teilnehmen. Der Liebe zum Untergrund blieb er bis zuletzt treu.
Michael Krause verstarb am Samstag, den 12.08.2017 in Stuttgart.

Die Beerdigung wird nun am Mittwoch, den 16. August 2017 um 13:00 Uhr auf dem Friedhof Rohracker in Stuttgart–Hedelfingen/Rohracker, Rohrackerstraße 190, stattfinden.

Lieber Michael, hab Dank für all die schönen Jahre, wir vermissen Dich!

Traueranzeige

Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura sind UNESCO-Welterbe - Welterbekomitee würdigt Höhlen in Baden-Württemberg als einzigartiges Zeugnis der Eiszeit

Das UNESCO-Welterbekomitee hat am 9. Juli 2017 in Krakau die Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura in Baden-Württemberg in die Welterbeliste aufgenommen. Sie sind Fundorte der ältesten mobilen Kunstwerke der Welt. Das Welterbekomitee betonte, dass die Dichte der Funde, die Bedeutung des Ensembles für die Geschichte der Entwicklung der Künste sowie der Beitrag der Stätte zur Erforschung des Jungpaläolithikums weltweit einzigartig sind. Die Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura sind die 42. Welterbestätte Deutschlands.

„Als jüngste deutsche Welterbestätte", so Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, Leiterin der deutschen Delegation bei der Welterbekomiteesitzung „erlauben uns die Höhlen und die Eiszeitkunst im schwäbischen Jura den ältesten Spuren zu folgen, die der Mensch bei seiner Besiedlung Europas hinterließ. Die hier gefundenen Objekte wie die Venus vom Hohlen Fels sind faszinierende Zeugnisse prähistorischer Kunst und haben mich auch persönlich tief beeindruckt.“

"Die Höhlen und Eiszeitkunst im Schwäbischen Jura sind ein einzigartiges Beispiel unserer Menschheitsgeschichte. Die dort gefundenen Kunstwerke und Musikinstrumente spiegeln das handwerkliche Können der ersten modernen Menschen wieder und zeigen, welche Rolle Kunst und Kultur bereits vor 40.000 Jahren gespielt haben“, erklärt Prof. Dr. Hartwig Lüdtke, Vizepräsident der Deutschen UNESCO-Kommission. „Ich freue mich sehr, dass das Welterbekomitee diese einmaligen archäologischen Fundstätten in die Welterbeliste aufgenommen hat und sie jetzt zum Netzwerk prähistorischer Stätten von herausragender Bedeutung für die Menschheit zählen. Es liegt nun in der Verantwortung der gesamten Staatengemeinschaft, sie zu schützen.“

Als sich anatomisch moderne Menschen vor mehr als 40.000 Jahren nach Europa ausbreiteten, hinterließen sie auf der Schwäbischen Alb die ältesten mobilen Kunstwerke der Welt. Die nun zum UNESCO-Welterbe zählenden sechs Höhlenfundstellen und die sie umgebende Landschaft im Ach- und Lonetal sind Fundorte von insgesamt über 50 meist aus Elfenbein aber auch aus Knochen gearbeiteten Figuren. Dazu zählen das Elfenbein-Mammut von der Vogelherdhöhle, die Venus vom Hohlen Fels und der Löwenmensch aus dem Hohlenstein-Stadel. Auch acht Flöten sind unter den Fundstücken. Die Objekte sind zwischen 35.000 und 43.000 Jahre alt.

Abbildungen von Fauna, Mensch und Tier

Die meisten der bislang gefundenen Kunstobjekte bilden die Fauna der eiszeitlichen Landschaft einer Steppentundra ab und zeigen Tiere wie Mammut, Wisent, Pferd, Höhlenlöwe oder Höhlenbär. Doch neben dieser Megafauna gibt es auch Darstellungen kleinerer Tiere – ein Wasservogel, ein Fisch und wahrscheinlich ein Igel zählen dazu. Etwas Besonderes sind Darstellungen von Menschen sowie Mischwesen von Mensch und Tier. Weltbekannt ist die Venus vom Hohle Fels, die die älteste Frauendarstellung ihrer Art ist. Auch der Löwenmensch vom Hohlenstein Stadel, ein aufrecht stehendes Mischwesen aus Mensch und Löwe, ist von herausragender Bedeutung. Vervollständigt wird dieses Ensemble eiszeitlicher Kunst mit dem Fund von acht Flöten. Sie sind der direkte Nachweis, dass die eiszeitlichen Jäger und Sammler bereits Musik machten.

Sechs Höhlen im Ach- und Lonetal

Die Fundobjekte stammen allesamt aus Höhlenfundstellen in zwei Tälern der Schwäbischen Alb – dem Achtal etwa 15 km westlich von Ulm und dem Lonetal etwa 20 km nordöstlich von Ulm. Hier liegen die Fundstellen Geißenklösterle, Hohle Fels und Sirgensteinhöhle (Achtal) sowie Vogelherdhöhle, Hohlenstein Stadel-Höhle und Bocksteinhöhle mit dem Bocksteintörle (Lonetal). In all diesen Höhlen konnten durch archäologische Ausgrabungen Schichten des Aurignacien mit Schmuck- und Kunstobjekten freigelegt werden. Sie bieten eine weltweit einzigartige Konzentration von Fundplätzen. Das Auftreten der ältesten Kunst und Musik in mehreren Fundstellen innerhalb einer Mikroregion verdeutlicht die Bedeutung von Ach- und Lonetal als zentrale Siedlungsareale der frühesten modernen Menschen in Europa.

Hintergrundinformationen

Das Welterbekomitee setzt sich aus 21 gewählten Vertragsstaaten der Welterbekonvention zusammen und entscheidet jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste sowie über Schutzmaßnahmen für bestehende Welterbestätten. Deutschland verzeichnet nun 42 Welterbestätten. Kriterien für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte und ein Managementsystem, das die Erhaltung des Erbes für zukünftige Generationen sicherstellt. Mit der Einschreibung in die Welterbeliste verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Welterbestätten auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu schützen und somit für künftige Generationen zu bewahren. Das Komitee tagt noch bis zum 12. Juli im polnischen Krakau.

Deutsche UNESCO-Kommission, www.unesco.de

Ein großer Bereich unser wissenschaftlich weitgefächerten Tätigkeiten findet im „Dunkeln“ statt und wird von der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen.

Ein großes Bestreben des Verbands ist es, die Höhlenforschung und deren Arbeit in der Öffentlichkeit bei Behörden „sichtbar“ zu machen.

Die gesammelten Daten dienen der Wissenschaft und den Behörden.
Höhlenforscher leisten durch Publikationen und aktiven Naturschutz einen großen Beitrag. in der Öffentlichkeit.

Deshalb hat der VdHK drei Rollups zum 33. Deutschen Naturschutztag in Magdeburg (13-17.9.2016) anfertigen lassen.

Die Rollups können für Veranstaltungen, Vorträge und sonstige Öffentlichkeitsarbeiten beim Verband angefordert werden.

Die drei Aufsteller haben eine Breite von jeweils 1 m und eine verstellbare Höhe zwischen 1,7m und 2,2 m.

Die Rollups werden kostenlos durch den Verband an den Anfordernden versendet. Die Kosten für den Rückversand an den VdHK trägt der jeweilige Nutzer. Die Rollups können auch abgeholt werden.

Die Terminabsprache und der Versand erfolgen durch den stellvertretenden Schatzmeister.

Ab sofort kann sich jedes VdHK Mitglied für die Biospeläologie-Mailingliste anmelden.
Inzwischen sind bereits über 100 Teilnehmer gelistet.
Wer sich für diesen neuen Service interessiert sendet bitte unserem Biospeläologie-Referenten Stefan Zaenker eine betreffende E-Mail.