12.07.2014

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sowie weitere Infos über die homepage der FSE

12.07.2014 bv

21.06.2014

Joachim Herrmann
Bayerischer Staatsminister des Inneren für Bau und Verkehr
Bavarian Minister of the Interior

UIS
Internationale Union der Speläologie

FSE
Europäische Speläologische Föderation

Angelika und Helmut Köhler
Mitglieder der Karstgruppe Mühlbach

Jean-Pierre Bartholeyns
UIS Adjunct-Secretary

Roman Sebela
Cave Rescue Service of Czech Speleological Society

Zdenek Motycka
President Czech Speleological Society

 

 

19.06.2014

In der Nacht zum den 8. Juni 2014 verunglückte ein Höhlenforscher in der Schachthöhle Riesending bei Berchtesgaden auf 1.000 Meter Tiefe. Details zur Rettungsaktion stehen auf der Webseite der Bergwacht Bayern.

UPDATE: Der Patient hat heute, 19. Juni, um 11:44 Uhr die Höhle verlassen  und wird jetzt notfallmedizinisch versorgt.

14.06.2014

In der Nacht zum Sonntag, den 8. Juni 2014, verunglückte ein Höhlenforscher in der Schachthöhle Riesending bei Berchtesgaden auf 1.000 Meter Tiefe. Die aktuellsten Informationen zur Rettungsaktion stehen auf der Webseite der Bergwacht Bayern.

 

UPDATE: Die letzte Pressemeldung der Bergwacht Bayern vom 19. Juni lautete wie folgt:

Ausstieg frühestens am Morgen

Der Ausstieg des Verletzten  aus der Riesending-Höhle wird nicht vor sieben Uhr am Donnerstagmorgen erwartet. Der Patient legt derzeit eine Ruhepause beim weiteren Aufstieg ein. Die Bergwacht Bayern wird rechtzeitig per Pressemitteilung über den weiteren Fortgang der Rettungsarbeiten informieren.

 

18. Juni abends: Patient wird in der Nacht am Höhleneingang erwartet

Der Rettungseinsatz in der „Riesending“-Höhle nähert sich dem Ende. Die Rettungsmannschaften haben mit dem gesundheitlich weiterhin stabilen Patienten das Biwak 1 übersprungen und wollen gegen 19.00 Uhr am Boden des großen 180-Meter-Schachtes eintreffen. Nach einer rund einstündigen Pause wollen sie den Hebevorgang per Pendelzugverfahren starten.

Sofern die Rettung weiterhin nach Plan verläuft, könnte der Verunglückte zwischen 22.00 Uhr und den frühen Morgenstunden des Donnerstages den Höhleneingang erreichen.

 

18. Juni nachmittags: Einsatzmannschaft ist wieder in Bewegung

Die Höhlenretter in der „Riesending“-Schachthöhle transportieren den Patienten derzeit weiter Richtung Tageslicht. Bereits um die Mittagszeit setzte sich die Trage wieder in Bewegung, der Gesundheitszustand des Patienten ist weiterhin stabil. „Die Rettung des Verletzten läuft derzeit weiter nach Plan“, sagt Einsatzleiter Klemens Reindl.

Auf dem Weg zum Höhleneingang wartet auf alle Einsatzkräfte noch einmal eine schwierige und anstrengende Etappe, die allen Beteiligten höchste Konzentration abverlangt.

Zunächst geht es durch einen Canyon Richtung Biwak 1. Je nach Zustand des Patienten und der Retter bietet dieser Platz noch einmal die Gelegenheit zur Ruhe, bevor der letzte, vertikale Schlussausstieg der Höhle wartet. Über dem Biwak 1 befindet sich ein 180 Meter tiefer, vertikaler Schacht, durch den die Trage mit Muskelkraft emporgezogen werden muss. Darüber befindet sich eine weitere, deutlich engere Schachtzone. Insgesamt sind noch mehr als 300 Meter bis zum Höhleneingang zurückzulegen.

Im senkrechten Bereich geht es darum, die Trage mit dem Patienten samt medizinischer Begleitung in der sogenannten Gegengewichts-Methode zu bergen. Extra eingerichtete Seilzüge erlauben es den Rettern, ihr Eigengewicht zum Zug nach unten zu nutzen, um die Trage auf der Gegenseite nach oben zu heben.

Für die nächsten Tage sagen die Behörden relativ stabiles Wetter mit einzelnen Schauern voraus.

 

18. Juni morgends: Patient hat Lagerplatz unterhalb Biwak 1 bezogen

Der verletzte Patient in der Untersberg-Höhle hat am Morgen einen weiteren Abschnitt Richtung Oberfläche hinter sich gebracht. Derzeit befindet er sich in Betreuung von zwei Ärzten in rund 400 Metern Tiefe in einem Lager unterhalb Biwak 1.

Die komplizierte Passage mit der Bezeichnung „Waschsalon“, in der die Höhlenretter  das Wasser mit Planen abhalten mussten, wurde im Lauf der Nacht reibungslos bewältigt.

Die Rettungsmannschaft wurde in der Nacht teilweise ausgetauscht. Seit Dienstagabend sind rund 20 kroatische Retter im Einsatz, um die italienischen Kräfte zu entlasten. Insgesamt sind im Moment weiterhin 60 bis 70 Leute in der Höhle, gerade in der komplizierten Canyoning-Strecke unterhalb des großen 180m hohen Schachtes sind viele Hände gefragt. Dazu ist auch permanent Versorgung in Form von Nahrungsmitteln und Getränken unterwegs nach unten.

Der Bereich um den Höhleneingang auf dem Untersberg wurde von der Bundespolizei weiträumig abgesperrt. Um die Sicherheit des Flugverkehrs an der Einsatzstelle zu gewährleisten, hat die Deutsche Flugsicherung im Umkreis von rund neun Kilometer um das Untersberg-Massiv seit Dienstag eine Flugverbotszone eingerichtet.

 

17. Juni: Patient auf dem Weg zu Biwak I

Das 60köpfige Rettungsteam ist mit dem Patienten am Morgen um zehn Uhr von Biwak II zu Biwak I gestartet. „Wir kommen gut voran. Wir liegen perfekt im Zeitplan“, sagt Stefan Schneider von der Bergwacht Bayern. Der Zustand des Patienten ist unverändert stabil. Derzeit wird er von einer italienischen Ärztin betreut, die einen italienischen Mediziner ablöste.

Dem Verletzten steht jetzt eine schwierige Passage bevor, weil er auf dem Weg nach oben eine „Wasserdusche“ bewältigen muss. Ein Schweizer Team soll mit einer speziellen Ausrüstung dafür sorgen, dass der Patient dabei nicht nass wird und keine Unterkühlung erleidet. Der Psychologe Andreas Müller-Cyran erklärte, dass die Rettungskräfte zwar körperlich erschöpft seien, „aber mental in einer sehr guten Verfassung sind“. Die Teamarbeit der Helfer, die aus unterschiedlichen Nationen stammen, klappe hervorragend.

Die Bergwacht Bayern erwartet, dass der Patient am Donnerstag oder Freitag die Höhle verlassen wird.

 

17. Juni morgends: Patient erreicht in Kürze Biwak II

Der Patient wird demnächst Biwak II auf ca. 500m Tiefe erreichen und bereitet sich anschließend gemeinsam mit seinen Rettern auf den weiteren Aufstieg vor. Er befindet sich momentan in Betreuung eines italienischen Arztes, welcher als nächstes durch eine italienische Ärztin abgelöst wird. Sie ist bereits in die Höhle eingefahren und unterwegs zum Patienten. Der Zustand des Höhlenforschers ist weiterhin unverändert stabil. Ein österreichisches Team hat unterdessen den ersten Schacht für die Rettung weiter vorbereitet. Das Team ist in der Nacht aus der Höhle ausgestiegen, schläft jetzt und wird anschließend wieder in die Höhle einfahren um die Strecke zu testen und zu optimieren.  Momentan befinden sich ca. 60 internationale Einsatzkräfte in der Höhle und 10 weitere Höhlenretter aus Kroatien warten am Höhleneingang, um gegebenenfalls zu Unterstützen. Das Wetter bleibt weiterhin stabil, sodass momentan keine wetterbedingten Verzögerungen zu erwarten sind und die Rettung planmäßig fortgeführt werden kann.

 

16. Juni: Patient bereitet sich auf den nächsten Streckenabschnitt vor

Der Patient ruht noch immer in Biwak III auf ca. 700m Tiefe und bereitet sich dort gemeinsam mit den Hilfskräften auf den weiteren Transport Richtung Biwak II vor. Er wird durch einen Arzt betreut, sein Zustand ist unverändert stabil. Ein weiterer Arzt befindet sich auf dem Weg zum Patienten. Die Vorbereitung der Transportstrecke ist weitgehend abgeschlossen, die zusätzlich angeforderten Höhlenretter aus Italien (20) und Kroatien (25) sind einsatzbereit vor Ort, sichern die eingesetzten Hilfskräfte ab und sind darauf eingestellt, bei Bedarf zusätzlich zu Unterstützen.

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde durch die in der Höhle eingesetzten Helfer aus Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland nochmals deutlich herausgestellt, dass der Wille zur Hilfeleistung ungebrochen ist und die gute und professionelle Zusammenarbeit zwischen den Nationen als allgemein sehr wohltuend und motivierend empfunden wird.

Obwohl durch die einzelnen Berichte nochmals deutlich wurde, welche Dimensionen und Herausforderungen mit der Bergung des Patienten aus der Höhle verbunden sind, zeigten sich alle Helfer zuversichtlich und ihren jeweiligen Aufgaben gewachsen.

 

16. Juni morgens: Patient ruht im Biwak III

Nach mehr als neun Stunden Transport hat der Patient heute Früh um 06:30 Uhr Biwak III auf 700m Tiefe erreicht. Hier wird zunächst eine Pause vorgesehen um dem Patienten Zeit zur Ruhe und Erholung zu geben. Er wird durch einen Arzt betreut, sein Zustand ist unverändert stabil. Im Laufe des Tages wird ein weiterer Arzt zum Patienten zugeführt. In Abhängigkeit vom Zustand des Patienten ist die Fortsetzung der Bergung ab heute Nachmittag / Abend geplant. Die ca. 40 – 50 Hilfskräfte innerhalb der Höhle, die nicht direkt mit dem Transport des Patienten gebunden sind, bauen die Transportstrecke von Lager III zum Höhlenausgang weiter aus und führen den Rückbau in den bereits zurückgelegten Streckenabschnitten weiter fort. Heute Nacht sind 20 Retter aus Italien angereist, weitere 25 Einsatzkräfte aus Kroatien, darunter ein Arzt, werden bis zum frühen Abend in Berchtesgaden erwartet. Sie sollen mit Schwerpunkt die eingesetzten Hilfskräfte absichern und bei Bedarf unterstützen.



15. Juni: Nach mehrstündigem Transport befindet sich der Patient im Bereich des Biwaks IV.

Er wird von einem internationalen Ärzteteam betreut.

Der gesundheitliche Zustand des Patienten ist weiter unverändert stabil.

Derzeit befinden sich ca. 100 Einsatzkräfte in der Höhle und im Bereich des Höhleneingangs. Der Abschnitt von Biwak IV zu Biwak III ist inzwischen von einem österreichischen Team für den Transport des Patienten  vorbereitet worden. Die Abschnitte zwischen Biwak III und Biwak I werden weiterhin durch ein italienisches und ein Schweizer Team für die Bergung ausgebaut.

Heute besuchte der bayerische Staatsminister des Inneren, Herr Joachim Herrmann, in Begleitung des Landrates des Berchtesgadener Landes, Georg Grabner, des Präsidenten des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, und des Berchtesgadener Bürgermeisters Franz Rasp die Einsatzkräfte. Er machte sich vor Ort ein persönliches Bild und bedankte sich bei allen beteiligten Hilfsorganisationen für den Einsatz. Nach einer Pressekonferenz und einer Einweisung in die Einsatzleitzentrale besuchte er auch die am Berg eingesetzten Kräfte, um ihnen ebenfalls zu danken.

 

14. Juni: Rettung läuft

Um 11:00 Uhr wurde nach mehrstündiger Ruhephase die Rettung fortgesetzt. Beim Patienten befindet sich nach wie vor der deutsche Arzt, ein slowenischer Arzt ist mit einem Diagnosegerät zur Ablösung unterwegs. Der gesundheitliche Zustand des Patienten ist weiter stabil.

Für die Ablösung des italienischen Teams ist eine österreichische Mannschaft eingestiegen. Aktuell sind 56 Einsatzkräfte innerhalb der Höhle und 48 im Außenbereich eingesetzt.

Zudem wurde damit begonnen, in den Abseilschächten unterhalb des Höhleneingangs die Infrastruktur durch Einbau zusätzlicher Seile zu erweitern. Stark frequentierte Seile werden aus Sicherheitsgründen immer wieder überprüft und erneuert.

 

14. Juni morgens: Die aktive Rettung hat begonnen!

Gestern um 17:28 Uhr hat die Rettung nach oben begonnen. Eine Gruppe aus 15 italienischen Höhlenrettern führte den Transport über elf Stunden bis zu einem Ruheplatz im Barbarossa-Thronsaal im Bereich des Biwak V durch, wo aktuell pausiert wird. Zunächst betreute ein österreichischer Arzt den Patienten, gegen Mitternacht übernahm der deutsche Arzt, der bereits gestern in die Höhle eingestiegen ist.

Der gesundheitliche Zustand des Patienten ist nach wie vor stabil. Er fühlt sich in der Trage wohl und hat Appetit. Außerdem ließ er Grüße übermitteln.

Aktuell befinden sich ca. 60 Höhlenretter in der Hohle. Weitere 16 italienische Höhlenretter werden das aktuelle Team ablösen und den weiteren Transport durchführen. Weiter wird an der Verbesserung der Infrastruktur in der Höhle gearbeitet, die Biwakplätze sind ausgebaut, die Telefonleitung reicht derzeit bis Biwak IV und wird erweitert.

Die vielen Höhlenretter werden fortlaufend durch frische Einsatzkräfte ersetzt. Eine große Aufgabe für die Einsatzleitung ist nun die Versorgung der Rettungsteams und die damit einhergehende Logistik.

Die Niederschläge der vergangenen Nacht führten bisher zu keinen Problemen in der Rettungsarbeit. Auch heute ist mit Niederschlägen zu rechnen, für die nächsten Tage wird eine stabile Wetterlage ohne Regen erwartet. Die Wettersituation wird in der Einsatzleitung permanent beobachtet.

Quelle: Bergwacht Bayern / Höhlenrettung

09.06.2014

In der Nacht zum Sonntag, den 8. Juni 2014, verunglückte ein Höhlenforscher in der Schachthöhle Riesending bei Berchtesgaden auf 1.000 Meter Tiefe. Die aktuellsten Informationen zur Rettungsaktion stehen auf der Webseite der Bergwacht Bayern.

 

Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. dankt

der Bergwacht für die Koordination der Rettung, vielfältige Unterstützung und hervorragende Pressearbeit

allen Höhlenrettern die im Einsatz und in Bereitschaft sind

den europäischen Höhlenrettungskollegen, die für Nachalarmierungen zu Verfügung stehen

allen Helfern vor Ort, der Feuerwehr, dem Roten Kreuz, der Polizei, der Bundeswehr und dem Markt Berchtesgaden

und allen die mit dem Herzen bei uns sind


Bärbel Vogel

Vorsitzende

 

UPDATE: Die letzte Pressemeldung der Bergwacht Bayern vom 13. Juni lautete wie folgt:

Original Cave-Link Meldung

17:28 Transport startet jetzt platzieren cavelink um

 

13. Juni: Abtransport des Patienten steht unmittelbar bevor

Der Zustand des Patienten ist nach wie vor stabil. Der Abtransport des Patienten steht unmittelbar bevor. In der Höhlenrettung kann infolge der schwierigen Verhältnisse eine genaue Zeitangabe nicht angegeben werden.

Alle Rettungsteams, die sich in der Höhle befinden, konnten die letzte Nacht in den eingerichteten Biwaks, trotz Niederschlägen, sicher verbringen und sich für ihren weiteren Einsatz regenerieren.

Die Seile, welche zur Sicherung der Retter angebracht wurden, verschleißen beim ständigen Einsatz der zahlreichen Mannschaften schneller als sonst und müssen ausgetauscht werden. In der Nacht konnte wetterbedingt kein Flugbetrieb stattfinden. Alle Flugwetterphasen werden genutzt. Heute sind Schauer möglich, ergiebige Niederschläge werden nicht erwartet.

Parallel zur Datenkommunikation via Cave-Link befindet sich eine Drahtverbindung bis zum Verletzten im Aufbau, welche eine Sprechverbindung auch unter den Rettungsteams ermöglicht und die Kommunikation in der Höhle weiter verbessert.

Zur Ablösung der Retter in der Höhle treffen derzeit aus Italien weitere 15 Mann als Verstärkung ein. Schweizer Teams halten sich auf Abruf bereit. Ein Münchner Höhlenrettungsarzt wird einen in der Höhle befindlichen Arzt ablösen und ist in die Höhle eingefahren.

 

12. Juni: Die aktive Rettung hat begonnen!

Seit gestern sind die Ärzte vor Ort und können sich ein Bild vom Zustand des Patienten machen. Während der letzten Nacht ist die Entscheidung gefallen dass der Patient transportfähig ist und somit mit der technischen Rettung begonnen werden kann. Der gesundheitliche Zustand des Patienten ist unverändert stabil.

Heute Vormittag sind internationale Retterteams mit zusätzlichen Medikamenten und Rettungsmaterial in die Höhle eingefahren und zum Verletzten unterwegs. Die Ärzte bereiten den Verletzten medikamentös auf den Transport vor. Sobald alle nötigen Maßnahmen erfolgt sind, wird dieser umgelagert und der Transport kann beginnen. Aufgrund der beengten Verhältnisse in der Höhle handelt es sich trotz des Einsatzes modernster Rettungsgeräte um eine große logistische Herausforderung. Insbesondere ist die Trage flexibel aufgebaut um den Transport des Verunfallten auch in sehr engen Passagen zu ermöglichen. Es wird nicht zu vermeiden sein, dass einige Passagen ohne Trage zu bewältigen sind. Glücklicherweise kann der Verunfallte laut Entscheidung der Ärzte in diesen Passagen selbst mitarbeiten.

Durch die vorbereitende Arbeit der italienischen und österreichischen Höhlenretter wird die Arbeit der Transportteams sehr erleichtert. So wurden verschlissene Seile ausgetauscht, Seilstrecken verbessert, ergänzt und an einigen Stellen sogenannte Trittstifte in den Fels gebohrt um das Vorankommen zu erleichtern. Jetzt werden die Biwakplätze erweitert und so aufgerüstet, dass größere Rettungsgruppen hier lagern können.

Die Wettersituation lässt weiterhin ein Arbeiten in der Höhle zu und wird ständig von der Einsatzleitung beobachtet. Auch heute Abend sind Niederschläge zu erwarten. Solange sie kleinräumig bleiben kann ungehindert weiter gearbeitet werden. Auch Starkregen stellt für die Retter keine lebensbedrohliche Gefahr dar.

 

12. Juni: Patient ist transportfähig!

In der vergangenen Nacht wurde von den Ärzten die Entscheidung getroffen, den Patienten zu transportieren. Momentan befindet sich ein Team mit 2 Ärzten und 5 Höhlenrettern beim Verletzten und bereiten ihn für den Transport vor.

Heute morgen beginnen 6 Teams mit dem Einstieg in die Höhle. Sie transportieren die angeforderten Medikamente und das benötigte Rettungsmaterial zum Patienten. Die Vorbereitungen der letzten Tage in der Höhle erleichtern den Rettern die Arbeit.

Die momentane Wettersituation wird von der Einsatzleitung laufend beobachtet. Kleinräumige Niederschläge sind für den heutigen Tag zu erwarten, stellen aber für die Höhlenretter keine Gefahr da.

 

11. Juni: Österreichischer Höhlenrettungsarzt beim Patienten eingetroffen!

Um 17:25Uhr hat die Information via Cave Link die Einsatzleitung erreicht, dass das Team aus drei italienischen Kräften und einem österreichischen Arzt schneller als erhofft beim Patienten eingetroffen ist. Damit wurde ein weiterer wichtiger Schritt im Einsatzablauf erreicht. Oberste Priorität hat nun die medizinische Versorgung des Patienten.  Parallel arbeiten die weiteren Kräfte in der Höhle an der Infrastruktur zum Transport von Patient, Einsatzkräften und Material.  Es wird damit gerechnet, dass auch das zweite italienische Team mit eigenem Arzt zeitnah zur Einsatzstelle vordringen kann.

Die angekündigten Wärmegewitter, welche von der Einsatzleitung ständig bei der Entscheidungsfindung beobachtet werden, stellen für die Höhlenretter keine direkte Gefahr dar. Den Experten liegen detaillierte Informationen über die Wasserführung in der Höhle vor. So können auch bei Gewitter die entsprechenden Rückzugsräume aufgesucht werden. Der Aufenthaltsort des Patienten ist nicht gefährdet. Das Schweizer Team, welches sich im Aufstieg befindet hat sich aktuell im Bereich vom Biwak 1 in eine solche Schutzzone zurückgezogen.

Im weiteren Verlauf wird zusätzliches Material für die medizinische Versorgung sowie den Transport in die Höhle gebracht. Dabei kommen wieder internationale Spezialisten zum Einsatz. Ziel ist es, den Patienten, sobald er vom Ärzteteam für transportfähig befunden wird, zum Biwak 5 zu transportieren.

Quelle: Bergwacht Bayern / Höhlenrettung

14.05.2014

Die Organisatoren der VdHK Jahrestagung bitten alle, die in Waischenfeld dabei sein wollen um Anmeldung, damit ausreichend Tagungsbände und Verpflegung zur Verfügung stehen.

Anmeldung

14.05.2014 Jutta und Stefan Uhl

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