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Aktuelles:
Sensationeller Höhlenfund beim Tunnelbau für ICE-Trasse in
Thüringen *** Presseinformationen des VdHK *** |
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Höhlenkunde Zwischenzeitlich ist das Institut unter folgender Internetadresse erreichbar:
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| Das Höhlentier des Jahres 2009
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Inhaltsverzeichnis
Liste der in der Bibliothek des VdHK geführten Zeitschriften
Zehn-Punkte-Programm zum Schutz alpiner Karstgebiete
Am 10.11.2007 wurde auf der Tagung "untertage alpin" ein Aufruf zum Schutz alpiner Karstgebiete in Deutschland und Österreich gestartet. Anlass waren mehrere unerfreuliche Entwicklungen im Karst rund um den Tagungsort Berchtesgaden und Salzburg. Daraufhin haben der Verband Österreichischer Höhlenforscher (VÖH), der VdHK und der Landesverband für Höhlen und Karstforschung Bayern e.V. beschlossen in Absprache mit den Höhenschutzkommissionen der FSUE für Europa und der UIS weltweit sowie der IUCN, dem Dachverband aller Naturschutzverbände der Welt, der Öffentlichkeit einen Forderungskatalog zu präsentieren. Ferner soll auf dieser Grundlage eine Resolution aller Alpenanrainerstaaten für Vercors 2008 erarbeitet und verabschiedet werden. Wir bitten alle Mitgliedvereine und Höhlenfreunde das 10-Punkte-Programm zum Schutz alpiner Schutzgebiete mit Unterschriftenlisten zu unterstützen.
10-Punkte-Programm (deutsch) /
10-Punkte-Programm (englisch) / Unterschriftenliste
Im Frühjahr, Sommer und Herbst ist Zeckenzeit!
Eventuelle Symptome treten meist wesentlich später auf, werden dann häufig nicht mit dem Zeckenstich in Verbindung gebracht - Infraborreliose, latente Borreliose, Reinfektion trotz offensichtlich erfolgreicher Antibiose im Erst-Stadium etc.
Weitere Infos zu diesem Thema findet man unter: http://www.borreliose-zecken-ms.de.vu
Neue tiefste Höhle Deutschlands auf dem Untersberg
Nach vier Jahren intensiver Forschung löst die am Untersberg gelegene Schachthöhle „Riesending“ den Geburtstagsschacht am Hohen Göll (1336/72, Tiefe: -698 m) als tiefste deutsche Höhle ab. In über zwanzig Mehrtagestouren gelang es einer jungen Forschergruppe aus Mitgliedern und Freunden der ARGE Bad Cannstatt, bis in eine Tiefe von derzeit 914 m vorzudringen. Die vermessene Gesamtlänge beträgt aktuell 3.170 m. Der Erfolg ist das Ergebnis einer über 25 Jahre andauernden, kontinuierlichen Forschungstätigkeit der ARGE Bad Cannstatt auf dem Untersberg. Der Eingangsschacht wurde im Rahmen einer Plateau-Vermessung bereits im Jahr 1995 entdeckt, blieb jedoch im Schatten anderer Projekte bis 2002 nahezu unbeachtet.
Kurze Höhlenbeschreibung
In einer ersten Schachtfolge bricht die Höhle bis auf eine Tiefe von -350 m
nahezu senkrecht ab. Hier wird in einer Höhenlage von ca. 1.400 m ü. NN ein
erstes Horizontalniveau erreicht, dessen Canyon-Passagen ganzjährig von einem
Bach durchflossen werden. Bachaufwärts wurde eine 30 m hohe Wasserfallstufe in
technischer Kletterei überwunden. Der sich anschließende, nasse und meist enge
Canyon, konnte noch über mehrere hundert Meter bis hin zu einem hohen,
gischterfüllten Schlot dokumentiert werden. Unterbrochen von kleineren
Schachtstufen setzt sich der Canyon bachabwärts meist ungemütlich eng fort, bis
er in 450 m Tiefe erneut in eine große Schachtzone übergeht. Hier trifft der
Forscher wieder auf den - dank zahlreicher Zubringergerinne mittlerweile
stattlich angewachsenen - Höhlenbach. Dieser begleitet ihn fortan auf dem nassen
und luftigen Weg in die Tiefe. Erst 700 m unter Eingang gewährt ein zweites
Horizontalniveau für wenige Meter festen Boden unter den Füssen, bevor eine
weitere Schachtserie bis zum Endpunkt in 914 m Tiefe abfällt.
Ausblick
Die Forschungsaktivitäten in der mit zunehmender Tiefe komplexer werdenden Höhle
versprechen auch für die kommende Untersberg-Saison einigen Neulandgewinn. Dabei
soll vor allem die systematische Bearbeitung der Höhle unter den Aspekten der
Speläogenese und der Morphologie vorangetrieben werden. Aussagekräftige
Informationen zum Höhlenklima werden bereits seit dem Frühsommer 2005 mittels
Datenlogger erhoben und mit den Daten der Wetterstation am Salzburger Hochthron
korreliert. Um ein möglichst detailliertes Bild von den Höhlen am Untersberg zu
erhalten, werden alle höhlenrelevanten Daten in ein digitales Geländemodell
eingepflegt und in einer Datenbank zusammengefasst. (Quelle: ARGE Bad Cannstatt)
Im Rahmen eines iranisch-deutsch-schweizerischen Forschungsprojektes konnte im September/Oktober die Ghar Kotalehkhor auf 12.860 m Länge dokumentiert werden. Sie ist damit die neue längste Höhle des Iran, gefolgt von der 2000/2001 vollständig vermessenen Ghar Alisadr (11.440 m). Die Ghar Kotalehkhor liegt im SW der Provinz Zanjan im NW-Iran. Sie ist eine Schauhöhle in oligozänen/miozänen Kalken, die durch große hallenartige Gänge, Kulissen, viel Versturz und kleinere Parallelgänge kompliziert gegliedert ist. Das alles liegt in 3 Etagen übereinander. Die tiefste Etage befindet sich auf -50 m unter dem Höhleneingang, reicht jedoch nicht an den heutigen Karstwasserspiegel heran. Die Versinterung der Ghar Kotalehkhor ist außerordentlich schön. Es gibt ganze Wälder von Tropfsteinsäulen und Stalagmiten. Vor allem sind Kristallrasen bemerkenswert, die z.B. die "Wedding Hall", eine über 100 m lange Halle, komplett auskleiden. Mehrere vertikale Fortsetzungen blieben mangels geeigneter Ausrüstung unerforscht. Es ist also damit zu rechnen, dass in Zukunft noch die 13-km-Marke in der Ghar Kotalehkhor übertroffen wird. (Text: Michael Laumanns, Dezember 2003)
Südharzer Gipskarstlandschaft weiter gefährdet - neue Broschüre des BUND wirbt für einen großräumigen Schutz im Südharz
Unter dem Titel "Raubbau auf Raten - Gipskarst-Landschaft Südharz" wirbt der BUND in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit einer neuen Broschüre für den Schutz der Gipskarstlandschaft im Südharz. Die Verbände kritisieren die schleichende Zerstörung dieses einzigartigen Naturraumes durch den Abbau von Naturgips. Zum Schutz fordert der BUND ein länderübergreifendes Biosphärenreservat. "Wir treten dafür ein, dieses Naturerbe langfristig zu erhalten", sagte Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler, Geschäftsführer des BUND Niedersachsen. "Seit zehn Jahren diskutieren Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen über die Einrichtung eines gemeinsamen Biosphärenreservates `Karstlandschaft Südharz´. Allein Sachsen-Anhalt baut eine Reservatsverwaltung auf", so der BUND-Sprecher weiter. Bodenstein-Dresler fordert die Regierungen der beiden anderen Bundesländer auf, dem Beispiel Sachsen-Anhalts zu folgen. "Die Gipsindustrie verschlingt mit ihrem Hunger nach dem "Weißen Gold" eine ganze Region", kritisiert Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. "Es ist höchste Zeit, dass die Bagger endlich gestoppt werden und die Menschen in der Region wieder eine Chance auf eine nachhaltige Zukunft bekommen."
Die von der Umweltlotterie BINGO und der Deutschen Umwelthilfe (DUH) geförderte Broschüre beschreibt die geologische Entstehung von Karstlandschaften und die außergewöhnlichen Merkmale der Tier- und Pflanzenwelt. So beeinflusst die kleinräumige Wechselwirkung von atlantisch-feuchtem und kontinental-trockenerem Klima die natürliche Vielfalt der Fauna und Flora und ermöglicht ein einzigartiges Nebeneinander von bedrohten Arten, wie dem Schwarzstorch, seltenen Orchideen oder der Wasserfledermaus. Um diesen Naturreichtum zu erhalten, setzt sich der BUND für die Errichtung eines Biosphärenreservates ein. "In diesem Schutzgebiet können nachhaltige Landnutzung, Wirtschaftsförderung und die Sicherung von Arbeitsplätzen mit dem Naturschutz Hand in Hand gehen. Uns ist es wichtig, das Landschaftskapital der Region langfristig zu erhalten um Zukunftsperspektiven bieten zu können", erklärte Oliver Wendenkampf, Geschäftsführer des BUND Sachsen-Anhalt. Die sechsseitige Broschüre "Raubbau auf Raten - Gipskarst-Landschaft Südharz", aktuelle Informationen über Alternativen zu Naturgips sowie über Aktionen und Projekte erhalten Interessenten kostenlos über die Landesgeschäftsstellen der BUND- Landesverbände:
BUND Niedersachsen, Goebenstr. 3a, 30161 Hannover, Tel. 0511/96569-0, Fax 96569-27, bund.nds@bund.net, www.bund-niedersachsen.de
BUND Thüringen, Trommsdorffstr. 5, 99084 Erfurt, Tel. 0361/55503-10, Fax 55503-19, bund.thueringen@bund.net, www.bund.net/thueringen
BUND Sachsen-Anhalt, Olvenstedter Str. 10, 39108 Magdeburg, Tel. 0391/54-33361, Fax 54-15270, bund.sachsen-anhalt@bund.net, www.bund-sachsen-anhalt.de
Die Broschüre steht auch im Internet als pdf-Datei unter: http://www.bund-niedersachsen.de/autoren_2_bild_down/2.pdf
Höhlenforscher für alpines
Forschungslager gesucht
Fitter Höhlenforscher gesucht, der in der Lage ist, mit sich und seinem Gepäck
Forschungstouren in vertikalen alpinen Höhlen (z.Zt. bis -400m) zu unternehmen.
Vorausgesetzt werden außerdem Erfahrung bei der Vermessung und Planbearbeitung,
Schachterschliessung und Kameradschaft. Geboten wird die langfristige Möglichkeit zur
Erforschung von Neuland von einem zentralen Außenbiwak in 1600 m Höhe im Toten Gebirge
während eines 7-14 tägigen Forschungslagers ab Juli/August 2004. Anfragen an Uwe
Kalmbach, Höhlenforschungsgruppe Nürtingen, Deckenpfronner Str.17, 71134 Aidlingen, KalmbachUndPartner@t-online.de
Höhlenforscher für Sardinien gesucht
Informationen (pdf-Datei: 36 KB)
Höhlenexpeditionen nach Nord-Laos
Seit 2002 werden von einer kleinen Gruppe deutscher Höfos internationale
Höhlenexpeditionen nach Nord-Laos organisiert. Näheres zu den Aktivitäten unter http://www.laoscaveproject.de/index.htm
Höhlenexpedition Ruanda
Mit knapp 6,1 km neuen Höhlengängen im Messbuch kehrte im März 2007
eine internationale Expedition aus den Nordwest-Ruanda zurück. Beteiligt waren
Höfos aus Ruanda, den Niederlanden und Deutschland (Speläoclub Berlin). Unter
den in 2007 erforschten Höhlen ist die neue längste Höhle Ruandas: Die Ubuvumo
Bwibihonga (Rubavu-Distrikt, Kanzenze Sektor, NW-Ruanda) ist mit 4.530 m Länge
um über einen Kilometer länger als der bisherige "Spitzenreiter" (Ubuvumo
Nyabikuri-Ruri, 3.384 m). Bei der Ubuvumo Bwibihonga handelt es sich um ein
verzweigtes System teilweise großer Lavaröhren auf mindestens zwei Etagen. Zwar
gibt es eine Reihe von Deckeneinbrüchen. Diese werden jedoch ausnahmslos von
unterirdischen Passagen umgangen, so dass die Höhle unsegmentiert ist. Bei den
Höhlen in NW-Ruanda handelt es sich um Lavaröhren. Es ist daran gedacht, einige
der Höhlen künftig für den Tourismus zugänglich zu machen. Näheres dazu
demnächst in den Berliner Höhlenkundlichen Berichten (www.speleo-berlin.de).
Nachdem bereits im Jahr 2003 in der Provinz Ruhengeri knapp 10 km Höhlengänge
von einem deutsch-schweizerischen Team dokumentiert wurden, und in 2004 bei
einer weiteren internationalen Expedition mit deutscher Beteiligung über 9 km
Gänge in die Messbücher wanderten, sind nun rund 27 km Lavaröhren in Ruanda
bekannt. Insgesamt sind über 70 Höhlen dokumentiert.
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Zusatzqualifikation / Weiterbildung Höhle des VdHK in Zusammenarbeit mit der Jugendbildungsstätte Burg Schwaneck |
Weiter? Bildung!
Die Veranstaltung wendet sich an Absolventen erlebnispädagogischer Aus- und
Weiterbildungen, an bereits tätige PädagogInnenen mit eigener Höhlenerfahrung und
Höhlenforscher, die ihr Wissen und ihre Leidenschaft in pädagogischen Veranstaltungen
weitergeben möchten. Die Ausbildungspläne und -inhalte wurden in Zusammenarbeit mit dem
Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher entwickelt und vom Bayerischen
Kultusministerium 1997 geprüft und gebilligt.
Struktur der Ausbildung:
Die Ausbildung findet als Blockveranstaltung in mehreren Teilen mit verschiedenen
inhaltlichen Schwerpunkten statt.
Ausbildungsziel:
Die Zusatzqualifikation befähigt zur verantwortlichen Leitung von Gruppenbefahrungen
in vorwiegend horizontalen Höhlen, unter Berücksichtigung höhlenkundlicher und
ökologischer Aspekte. In Theorie und Praxis werden folgende Inhalte vermittelt:
Speläologische Grundlagen, Angewandte Pädagogik, Sicherheitstechnik, Einführung in die
Erlebnispädagogik.
ZQ Höhle im zehnten Jahr
Mittlerweile haben 100 Teilnehmer die Zusatzqualifikation Höhle mit Erfolg
absolviert. Beginn der Kurse mit freien Plätzen entnehmen Sie bitte der Website. -
Anmeldung ist ab sofort möglich!
Falls Sie an der Ausbildung interessiert sind, fordern Sie die ausführlichen Unterlagen
an: Andreas Bedacht, Jugendbildungsstätte, Burg Schwaneck, 82049 Pullach, Tel.: 089/ 744
140 18, Fax.: 089 /744 140 37, Mail: a.bedacht@kjr-muenchen-land.de
Alle Infos unter www.zusatzqualifikation-ep.de oder als pdf: ZQ-Ausbildung 2009/2010
Bibliographisches Bulletin der
Speläologie
SIE sind Höhlenforscher, Geologe, Hydrogeologe, Karstologe? Das BBS ist für SIE gemacht
! Das BBS (Bibliographisches Bulletin der Speläologie) ist die weltweit einzige Datenbank
über Höhlenliteratur ! Mit diesem fantastischen System finden Sie alles was die
Höhlenforschung betrifft ! Interessiert ?
Die jährliche BBS-Ausgabe: http://www.isska.ch/bbs/public/allemand/bbs1an.htm.
Spezielle CD (12 Jahre BBS zusammengefasst): http://www.isska.ch/bbs/public/allemand/bbs12ans.htm.
Informationen: Centre de Documentation UIS, c/o Bibliothèque de la Société Suisse de spéléologie, CH-1614 Granges, Switzerland; Fax : +41 21 947 53 78, Website : http://www.isska.ch/bbs, Email : ssslib@vtx.ch
Stand des
Bergungskosten-Solidaritätsfonds des VdHK
Stand 26.05.2009 waren 30.943,54 EUR in den Solidaritätsfonds eingezahlt.
Abonnement der Mitteilungen des VdHK
Für Vereinsmitglieder, die sich schon lange darüber ärgern, daß sie die
Verbandsmitteilungen nicht oder nicht schnell genug von ihrem Verein zu sehen bekommen,
gibt es seit längerem auch die Möglichkeit, die Verbandsmitteilungen im Rahmen eines
Abonnements sofort nach Drucklegung zugeschickt zu bekommen. Das supergünstige Angebot
kostet (incl. Porto!!) 20 EUR im Jahr (4 Ausgaben). Das Abo gilt jeweils für das Heft 1-4
des laufenden Jahres, unabhängig vom Start des Abo's (wer also z.B. im Oktober sein Abo
abschließt, bekommt die Hefte 1-3 des betreffenden Jahres nachgeliefert und das Heft 4
bei Erscheinen). Bestellungen bei: Helmut
Köhler.
Meldungen von Terminen und News bitte direkt an die Webmaster des VdHK, e-mail webmaster@vdhk.de.
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