Unterhöhlt

Höhlen sind dort häufig, wo wasserlösliche Gesteine einen größeren Anteil an der Schichtenfolge haben. Solche Karstgebiete sind in Deutschland meist in den Mittelgebirgen und den Alpen anzutreffen und nehmen etwa 12 % der Gesamtfläche ein. Insgesamt konnten bislang etwa 11.000 Höhlen katastermäßig erfaßt werden. Folgende wichtige Karstgebiete werden in Deutschland nach ihrer erdgeschichtlichen Stellung unterschieden:

  • Kleinflächige devonisch-karbonische Kalksteinvorkommen des Rheinischen Schiefergebirges (Sauerland, Eifel, Westerwald) und des Harzes;
  • Zechsteinumrandung der Mittelgebirge wie am Harzsüdrand oder im Thüringer Becken;
  • Muschelkalkgebiete, hauptsächlich im schwäbisch-fränkischen Gäuland;
  • Juragebiete der Schwäbischen und Fränkischen Alb;
  • Kreide- und Juragebiete am Nordrand der Mittelgebirge (z.B. Münsterländer Kreidebecken);
  • Trias- und Kreidegebiete der Bayerischen Alpen.

Daneben gibt es weitere isolierte Karst- und Höhlengebiete wie in Bad Segeberg, im Vogtland bei Syrau und Rüdersdorf bei Berlin.

Auf der Übersichtskarte sind die wichtigsten Karstgebieten Deutschlands gekennzeichnet.