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Die Internationale Speläologische Union UIS hat auf ihrer Generalversammlung beschlossen, den 13. September zum Internationalen Tag für Höhlen und Karst auszurufen. Ein Fest für den Untergrund!

Der Vorschlag ist bei der UNESCO eingereicht und soll dort im Oktober und November 2025 zur Abstimmung kommen.
Warum der 13.September? Er war frei, geschichtlich nicht vorbelastet und hat mit der UIS zu tun. Alle Infos findet Ihr auf 
www.caveskarstday.org

Seit über 30 Jahren wird die Firneishöhle am Fuße der Watzmann Ostwand von Höhlenforschern vermessen, jetzt sind die Reste der Eiskapelle eingestürzt.
Pressemeldung der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Projekt Eiskapelle im Karstinstitut

FRITZ REINBOTH: Zur Geschichte der Iberger Tropfsteinhöhle
STEPHAN KEMPE: Die Iberger Tropfsteinhöhle – klein, aber von großer wissenschaftlicher Bedeutung
BRIGITTE MORITZ: Willkommen im HöhlenErlebnisZentrum (HEZ) über undunter Tage
SIEGFRIED WIELERT: Die Iberger Tropfsteinhöhle als Teil des FFH-Gebiets Iberg undihre Fauna, insbesondere die Fledermäuse

Am frühen Morgen des 5.Juni verstarb mein Vater Wolfgang Dreybrodt in seinem Zuhause. Er hatte ein erfülltes Leben und schon seit einiger Zeit den Wunsch geäußert, loszulassen.

Wolfgangs Arbeit an Wachstumssimulationen begann, als er während eines Familienurlaubs und ich in einer Höhle auf Mallorca einen aufgespaltenen Stalagmiten entdeckten. Dieser zeigte vertikale Wachstumsringe, die mit der Kristallorientierung übereinstimmten und sich an einer Ecke gebildet hatten. Dies führte zu einer Veröffentlichung in Die Höhle, Band 32/1981. Diese Entdeckung inspirierte ihn, prägte seine spätere Forschung und förderte die Zusammenarbeit mit vielen von Ihnen. Ich bin zutiefst dankbar für das Vermächtnis, das er mir hinterlassen hat – seine Leidenschaft für Höhlen, die in mir weiterlebt. Ich werde sie als aktiver Höhlenforscher weiterhin in Ehren halten. Das IAH-Interview mit ihm, das von seinen engsten Forschern Franci Gabrovšek und Douchko Romanov zusammen mit Georg Kaufmann geführt wurde, bietet die beste Zusammenfassung seines Lebens und Wirkens. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.

Joerg Dreybrodt
Im Namen der Familie und als sein Sohn

CAJUS DIEDRICH: Top-Prädatoren und ihre tief versteckte Beute – drei Höhlenbären-Unterarten in der Großen Teufelshöhle, Fränkische Schweiz, Nordbayern

LIVIU VALENAS: Geomorphologie und Hydrogeologie der Tham Din Pieng, der längsten Sandsteinhöhle Thailands

UWE FRICKE: Brandungshöhlen der deutschen Küsten

Karst und Höhle 2022 - 2025
Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher
90 Seiten
München 2025
Preis: 10,- €  - VdHK Mitglieder: 8,- €

Bezugsquelle: Publikationsvertrieb VdHK - Stefan & Jutta Uhl

Die Brandungshöhlen an den norddeutschen Küsten wurden in der deutschsprachigen höhlenkundlichen Literatur mit Ausnahme der Höhlen der Hochseeinsel Helgoland bisher selten bearbeitet. Es handelt sich bei den untersuchten Objekten um Erosionshöhlen, die durch die Kraft der Meeresbrandung geformt wurden und teilweise keine lange Lebensdauer haben. 

Der Autor beschreibt insgesamt 14 Höhlen im Buntsandstein der Nordsee-Insel Helgoland und 35 Höhlen in weichselzeitlichen Geschiebemergeln der Ostseeküste. Diese Brandungshöhlen sind Teil des Küstenökosystems und der Küstendynamik und unterliegen multifaktoriellen Einflüssen, wozu auch der Klimawandel zählt. 

Die vorwiegend deskriptive Arbeit bietet eine gute Datengrundlage zur Weiterarbeit und ggf. statistischen Auswertung. Sämtliche Daten sind im Höhlenkataster der Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V. hinterlegt.

Mitten aus dem Leben und aus unserer Mitte gerissen wurde unser Höhlenfreund Bernhard Nerreter. Nach kurzer schwerer Krankheit ist er am 21.3.2025 im Alter von nur 67 Jahren friedlich eingeschlafen. Ohne Zweifel kann man sagen, dass Bernhard prägend war, nicht nur für seine Region Franken und als Vorsitzender der Forschungsgruppe Höhle und Karst Franken e.V., sondern für ganz Bayern. Er war die treibende Kraft zur Gründung des Landesverbandes für Höhlen- und Karstforschung Bayern e.V., dessen Vorsitz er viele Jahre inne hatte. 

Die Trauerfeier findet am Dienstag, den 1. April 2025 um 11:15 Uhr auf dem Südfriedhof in Nürnberg statt. Kondolenzbuch liegt auf. Anstelle von Blumen wird um Spenden an die Deutsche Krebshilfe gebeten. DE 65 3705 0299 0000 9191 91, Kennwort Bernhard Nerreter

Wir werden nicht nur sein ansteckendes Lachen und sein großes Engagement für den Untergrund vermissen, 
wir vermissen einen Freund. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Mit traurigem Gruß
Bärbel

STEFAN VOIGT: 
Das Hackerloch – neue Großhöhle im Klutertberg und „Missing Link“? Der lange Kampf um die Verbindung zwischen Klutert- und Bismarckhöhle  

CLAUDIA BEYHL: 
Der Gipskarst im südwestlichen Harzvorland (Niedersachsen) aus landespflegerischer Sicht – aktuelle Flächenkonflikte und 
Handlungsempfehlungen

Wie steht es um die Jugendarbeit bei euch im Verein, in der Gegend? Was findet statt oder findet überhaupt etwas statt? Was würdet ihr euch wünschen? Wo mangelt es? 

Um diesen Fragen gemeinsam auf den Grund zu gehen, haben wir eine Umfrage vorbereitet und laden alle Interessierten zu einem Online-Austausch am Mittwoch 12.3. um 19 Uhr ein. 
Die Umfrage ist unter folgendem Link abrufbar: 
https://forms.office.com/Pages/ResponsePage.aspx?id=pEiiTURzg06ZxMcfiP_UDqID4BxfJLRAs9wfmUPyB35UQk81OEJLN1YzMVVSUTBCNEE5WVJLN0pPMC4u

Die neue Ausgbe des UIS Bulletins ist online abrufbar.

FRIEDHART KNOLLE & BÄRBEL VOGEL: Welterbe-würdiger Südharzer Gipskarst im Land Sachsen-Anhalt in Gefahr
LIVIU VALENAS: Bericht der internationalen Expedition Speleo Laos 2024

Im Rahmen eines europäischen Forschungsprojekts, das sich der Verbesserung des Verständnisses von Wasser- und Stoffströmen in Karstgrundwasserleitern widmet, suchen Forschende der Universität Neuchâtel nach Höhlenforschern, die ihre in Höhlen gesammelten Vermessungsdaten teilen möchten. Die Daten (Stationskoordinaten, Azimut, Neigung, Länge, Spreizung) sollen es ermöglichen, die Geometrie und Konnektivität von Höhlen zu charakterisieren, um die Berechnungen des Wasserflusses (Überschwemmungen, lange Dürreperioden) und des Transport von Schadstoffen zu erhalten. 
Auf dem diesjährigen Bauen-im-Karst-Workshop in Wildhaus in der Schweiz waren drei Mitglieder des Forschungsteams der Uni Neuchatel anwesend und haben das Projekt in einem Vortrag von Tanguy Racine vorgestellt. Nach unserer Überzeugung ist der Forschungsansatz, den die Kolleginnen und Kollegen um Celia Trunz verfolgen, wirklich innovativ und zukunftsweisend. Mittels probabilistischer Vorhersagen auf Grundlage stochastischer Ansätze werden aus bekannten Grunddaten und plausiblen karstgeologischen/-hydrologischen Annahmen Wahrscheinlichkeiten für diverse Problemstellungen berechnet. Für die Vorhersage von Karsthohlräumen bei beispielsweise Tunnelbauprojekten etablieren sich derartige Methoden bereits und erweisen sich als valide. Wir von Bauen-im-Karst können Euch nur ermutigen, mit den Schweizern zusammenzuarbeiten und über die Zurverfügungstellung geeigneter Vermessungsdaten ins Gespräch zu kommen. 
Infos zum Projekt

Unser internationaler Dachverband UIS will bei der UNESCO vorstellig werden und den 13.9. als Tag für Höhlen und Karst vorschlagen. Seit dem Internationalen Jahr für Höhlen und Karst 2021/22 gibt es Kontakte zur UNESCO. Die sollen nun genutzt werden um an höchster Stelle für die Etablierung zu werben und der Vorschlag bei der UNESCO Versammlung 2025 eine Mehrheit findet. Dazu sind Unterstützerschreiben aus allen Ebenen nötig. Der VdHK hat bereits gezeichnet und ein Anschreiben mit Infos entworfen. Bitte schreibt Eure Kontakte an, damit viele verschiedene Organisationen auch ausserhalb der Höhlenforschung aus Deutschland hinter diesem Antrag stehen. Das gilt zum Beispiel für einzelne Geoparks genauso wie für Naturschutzverbände auf Länderebene. Solltet Ihr Fragen haben, meldet Euch bei Bärbel unter vorsitz​[at]vdhk.de
Anschreiben des VdHK für Unterstützung in Deutschland
Unterstützerschreiben des VdHK an die UIS
Unterstützungsanfrage der UIS
UIS Vorschlag zu einem Internationalen Tag für Höhlen und Karst an die UNESCO