Schutzgebiete und Geoparks

Höhlenforschung in Schutzgebieten und Geoparks

Seit 1.4.2018 sind Höhlen sowie naturnahe Stollen im Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützte Biotope. Darüber hinaus gibt es weitere Schutzkategorien wie: Naturschutzgebiete, Natura 2000 Gebiete, Naturparks, nationale Naturdenkmäler, Biosphärenreservate, Nationalparks und geschützte Landschaftsbestandteile.
Hier soll die Arbeit der verschiedenen Höhlenvereine und -guppen in Schutzgebieten und Geoparks vorgestellt werden.

Meldung von Projekten

Projekt Leben im Dunkel - Höhlentiere in den Bayerischen Alpen

Gefördert vom Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz wurden von 2015 bis 2016 8 Höhlen im bayerischen Alpenraum zoologisch untersucht. Die Objekte wurden mehrfach befahren um ein Ganzjahrespektrum zu erhalten. 6 Höhlen liegen in FFH Gebieten, 3 in Naturschutzgebieten, 2 hatten keinen Schutzstatus, eine davon ist eine Schauhöhle.
Es handelt sich um das Gamsbockloch im Oberallgäu, das Angerlloch bei Garmisch-Partenkirchen, die Wendelsteinhöhle, die Große und die Kleine Spielberghöhle bei Rosenheim, das Schwarzbachloch sowie Schuster- und Schneiderloch im Berchtesgadener Land. Insgesamt konnten 231 verschiedene Tierarten gefunden werden. Darunter seltene Arten und Erstnachweise.
Der Abschlussbericht wurde von der Bayerischen Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf am Wendelstein vorgestellt und kann hier angefragt werden.
Flyer
 

Eiskapelle - Firneisgletscher im Nationalpark Berchtesgaden

Am Fusse der Watzmann-Ostwand im Nationalpark Berchtesgaden liegt Bayerns 100. schönstes Geotop - die Eiskapelle. Der Lawinenschnee der Ostwand speist dieses tiefstgelegene dauerhafte Firneisvorkommen im bayerischen Alpenraum. Schmelzwasser dringt in den Eiskörper ein und bildet ein aktives Höhlensystem. Je nach Niederschlag und Jahreszeit ändert sich die Gestalt der Eisflächen ständig. Seit 1994 wird das Höhlensystem  jedes Jahr im Spätherbst von Höhlenforschern vermessen.
In Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Karst- und Höhlenkunde, der Technischen Universität München und der Hochschule München wurden bislang 5 weitere Messkampagnen für eine dreidimensionale Erfassung des Eiskörpers durchgeführt.

Ansprechpartner

Magazin des Nationalparks Berchtesgaden 1/2018
(Artikel Eiskapelle auf Seite 28 und 29)