Peter Hofmann und Rainer Straub haben bereits auf der letzten VdHK-Jahrestagung das Kunstprojekt “Gesichter der Höhlenforschung” gestartet. Dabei werden Höfos in Helm und Schlaz vor neutralem Hintergrund fotografiert. Entstehen soll ein Gesamtkunstwerk, ggf. schon zum UNESCO Tag für Höhlen und Karst am 13.September.
Falls Ihr noch nicht vor der Linse wart, könnt Ihr Euch gern beteiligen, z.B. im Sommer bei der Jahrestagung in Giengen an der Brenz. Solltet Ihr vorher noch ein Treffen mit vielen Teilnehmern haben, die sich für die Aktion interessieren, meldet Euch bitte bei Peter.
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Der Umweltschutz in Europa steht unter einem noch nie dagewesenen Druck. Unter dem Motto „Vereinfachung” und „Abbau von Bürokratie” sollen wichtige EU-Gesetze zum Schutz der Luftqualität, der Wasserversorgung, der öffentlichen Gesundheit und der Natur in rasantem Tempo abgeschwächt werden. Eine Koalition von Unweltverbänden hat im Herbst letzten Jahres mit der Kampagne Hands Off Nature in nur 10 Tagen fast 200.000 Naturschützer aktivieren können.
Ab 2.Februar 2026 läuft nun eine neue Unterschriftenaktion zum Schutz der EU Naturschutzgesetze. Die europäische Höhlenschutzkommission ECPC will sich ebenso beteiligen, wie der VdHK. Eure Stimme zählt!
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Hands Off Nature Kampagne unterschreiben
Der europäische Speläologische Verband FSE hat Neuigkeiten online gestellt:
- FSE newsletter January 2026
- Ausschreibung zum EuroSpeleo Protection Label 2026.
Stefan Meyer & Max Wissh: REM-Aufnahmen von Pool-Fingern aus der Winterberg-Stalagmitenhöhle bei Bad Grund, Westharz
Seit einem Jahrzehnt begleitet der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. (VdHK) die internationalen Beratungen zu Nachhaltigkeitszielen und Umweltschutz auf UN-Ebene. In diesem Jahr markierte die UNEA-7 in Nairobi einen historischen Meilenstein: Zum ersten Mal wurde eine Resolution zu Karst-Ökosystemen auf Antrag von Indonesien verhandelt. Der VdHK war als einzig akkreditierter Verband zu Höhlen und Karst aktiv in die Verhandlungen eingebunden. Leider wurde die Resolution nun zurückgezogen, da sich die Mitgliedsstaaten nicht auf eine finale Fassung einigen konnten. Trotzdem wurde viel erreicht.
Mehr dazu in der VdHK- Presseerklärung vom 12.12.25
Am 12. November hat hat die UNESCO-Generalkonferenz den 13. September als Internationalen Tag für Höhlen und Karst beschlossen, auf Initiative der Internationalen Union der Speläologie (UIS). Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. (VdHK) freut sich über diese einzigartige internationale Anerkennung eines oft unsichtbaren, aber wertvollen Naturerbes.
„Dass ein solcher Tag dringend notwendig ist, zeigt die traurige Realität der bereits verlorenen unterirdischen Schätze“, erklärt die VdHK-Vorsitzende Bärbel Vogel. „Allein in Deutschland sind 4,6 % aller bekannten Höhlen vernichtet – also abgebaut oder verfüllt und damit für immer verloren. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. An einem Tag wie heute, an dem die internationale Ländergemeinschaft der UNESCO dieses bedrohte Erbe anerkennt, hoffen wir, dass auch in Deutschland der Schutz des einzigartigen Geoökosystems Höhlen und Karst stärker in den Vordergrund rückt.“
VdHK Pressemitteilung zum UNESCO Internationalen Tag für Höhlen und Karst
Fotolink zur PM
www.caveskarstday.org
Unserem Friedhart Knolle wurde die Liebe zur Natur quasi in die Wiege gelegt, bereits sein Vater war im Naturschutz sehr aktiv. Engagement und Durchhaltevermögen zeichnen auch Friedhart aus, als unermüdlichen Streiter zum Erhalt des einzigartigen Gipskarstes im Südharz, als Mahner für Demokratie und Mitbestimmung sowie last but not least als Publizist und natürlich Höhlenforscher. Zu seinem außergewöhnlichen Einsatz wird in den nächsten VdHK-Mitteilungen ausführlich eingegangen werden.
Vorerst nur soviel - alles Gute lieber Friedhart, was täten wir ohne Dich!
Bärbel
Die Internationale Speläologische Union UIS hat auf ihrer Generalversammlung beschlossen, den 13. September zum Internationalen Tag für Höhlen und Karst auszurufen. Ein Fest für den Untergrund!
Der Vorschlag ist bei der UNESCO eingereicht und soll dort im Oktober und November 2025 zur Abstimmung kommen.
Warum der 13.September? Er war frei, geschichtlich nicht vorbelastet und hat mit der UIS zu tun. Alle Infos findet Ihr auf
www.caveskarstday.org
Seit über 30 Jahren wird die Firneishöhle am Fuße der Watzmann Ostwand von Höhlenforschern vermessen, jetzt sind die Reste der Eiskapelle eingestürzt.
Pressemeldung der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden
Projekt Eiskapelle im Karstinstitut
FRITZ REINBOTH: Zur Geschichte der Iberger Tropfsteinhöhle
STEPHAN KEMPE: Die Iberger Tropfsteinhöhle – klein, aber von großer wissenschaftlicher Bedeutung
BRIGITTE MORITZ: Willkommen im HöhlenErlebnisZentrum (HEZ) über undunter Tage
SIEGFRIED WIELERT: Die Iberger Tropfsteinhöhle als Teil des FFH-Gebiets Iberg undihre Fauna, insbesondere die Fledermäuse
Am frühen Morgen des 5.Juni verstarb mein Vater Wolfgang Dreybrodt in seinem Zuhause. Er hatte ein erfülltes Leben und schon seit einiger Zeit den Wunsch geäußert, loszulassen.
Wolfgangs Arbeit an Wachstumssimulationen begann, als er während eines Familienurlaubs und ich in einer Höhle auf Mallorca einen aufgespaltenen Stalagmiten entdeckten. Dieser zeigte vertikale Wachstumsringe, die mit der Kristallorientierung übereinstimmten und sich an einer Ecke gebildet hatten. Dies führte zu einer Veröffentlichung in Die Höhle, Band 32/1981. Diese Entdeckung inspirierte ihn, prägte seine spätere Forschung und förderte die Zusammenarbeit mit vielen von Ihnen. Ich bin zutiefst dankbar für das Vermächtnis, das er mir hinterlassen hat – seine Leidenschaft für Höhlen, die in mir weiterlebt. Ich werde sie als aktiver Höhlenforscher weiterhin in Ehren halten. Das IAH-Interview mit ihm, das von seinen engsten Forschern Franci Gabrovšek und Douchko Romanov zusammen mit Georg Kaufmann geführt wurde, bietet die beste Zusammenfassung seines Lebens und Wirkens. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis.
Joerg Dreybrodt
Im Namen der Familie und als sein Sohn
CAJUS DIEDRICH: Top-Prädatoren und ihre tief versteckte Beute – drei Höhlenbären-Unterarten in der Großen Teufelshöhle, Fränkische Schweiz, Nordbayern
LIVIU VALENAS: Geomorphologie und Hydrogeologie der Tham Din Pieng, der längsten Sandsteinhöhle Thailands
UWE FRICKE: Brandungshöhlen der deutschen Küsten
Karst und Höhle 2022 - 2025
Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher
90 Seiten
München 2025
Preis: 10,- € - VdHK Mitglieder: 8,- €
Bezugsquelle: Publikationsvertrieb VdHK - Stefan & Jutta Uhl
Die Brandungshöhlen an den norddeutschen Küsten wurden in der deutschsprachigen höhlenkundlichen Literatur mit Ausnahme der Höhlen der Hochseeinsel Helgoland bisher selten bearbeitet. Es handelt sich bei den untersuchten Objekten um Erosionshöhlen, die durch die Kraft der Meeresbrandung geformt wurden und teilweise keine lange Lebensdauer haben.
Der Autor beschreibt insgesamt 14 Höhlen im Buntsandstein der Nordsee-Insel Helgoland und 35 Höhlen in weichselzeitlichen Geschiebemergeln der Ostseeküste. Diese Brandungshöhlen sind Teil des Küstenökosystems und der Küstendynamik und unterliegen multifaktoriellen Einflüssen, wozu auch der Klimawandel zählt.
Die vorwiegend deskriptive Arbeit bietet eine gute Datengrundlage zur Weiterarbeit und ggf. statistischen Auswertung. Sämtliche Daten sind im Höhlenkataster der Arbeitsgemeinschaft für Karstkunde Harz e.V. hinterlegt.