Über Uns

Über Uns

Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher ist als Dachverband der in Deutschland organisierten Karst- und Höhlenforscher der kompetenteste Ansprechpartner in Sachen Höhle und Karst. Mehr als 2.300 Höhlenforscher aus 70 regionalen Vereinen und Gruppen, in über 200 Einzelmitgliedschaften sowie 7 Landesverbände finden sich unter unserem Dach zusammen. Hauptziele sind die Erforschung und der Schutz von Höhlen und Karsterscheinungen. Höhlenforschung ist in Deutschland eine ehrenamtliche Tätigkeit, die vom Engagement der VdHK Mitglieder getragen wird und die Wissenschaft und Abenteuer zugleich ist. Im Mittelpunkt steht dabei der verantwortungsvolle Umgang mit dem Naturraum Karst und Höhle.

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Am 13. März 1955 wurde der Verband in Donauwörth gegründet. Der Sitz ist in München.
Der Verband ist jedoch nicht die erste höhlenkundliche Dachorganisation in Deutschland und versteht sich als Nachfolgeorganisation des Hauptverbandes Deutscher Höhlenforscher (1922-1945) und der Deutschen Gesellschaft für Karstforschung (1947-1950). Der Verband ist als gemeinnützig anerkannt.

Die Jahrestagungen werden von den regionalen Vereinen organisiert und bilden ein wertvolles Forum für den bundesweiten Gedankenaustausch, für Fachvorträge, Exkursionen und Informationen. Daneben führen wir zahlreiche weitere Veranstaltungen durch oder unterstützen sie finanziell (Schulungs- und Ausbildungslager, Fachseminare).

Unsere Publikationen prägen entscheidend das Bild der Höhlenforschung in der Öffentlichkeit. Während in den "Mitteilungen" vierteljährlich über die Höhlenforschung im In- und Ausland berichtet wird, sind die Jahrbücher "Karst und Höhle" meist thematische oder regionale Monographien. In den "Abhandlungen zur Karst- und Höhlenkunde" werden in unregelmäßiger Folge Spezialbereiche der Höhlenforschung behandelt.

Wir unterhalten eine umfangreiche Fachbibliothek, in der neben Büchern auch fast alle höhlenkundlichen Zeitschriften aus dem In- und Ausland vorhanden sind. Die Bestände der Bibliothek werden hauptsächlich durch den ausgedehnten Schriftentausch zusammengetragen. Desweiteren stellen wir finanzielle Fördermittel für innovative Forschungsvorhaben zur Karst- und Höhlenkunde, für Naturschutzprojekte und für die Höhlenrettung bereit. Unsere Mitglieder beteiligen sich an einem Bergungskosten-Solidaritätsfonds, der die finanziellen Folgen eines -glücklicherweise äußerst seltenen - Höhlenunfalls mildert.

 

Vorstand

Vorsitzende

Bärbel Vogel
Hauptstr.5
87484 Nesselwang
vorsitz[at]vdhk.de

Stellv. Vorsitzender

Andreas Wolf
Elisenstr. 24
82152 Krailling
stellv.vorsitz[at]vdhk.de

Geschäftsführerin

Leona Lober
Fabrikstrasse 15
96175 Pettstadt
geschaeftsf[at]vdhk.de

Stellv. Geschäftsführer

Sven Bauer
Frankenhäuser Str. 28
99706 Sondershausen
stellv.geschaeftsf[at]vdhk.de

Schatzmeister

Leonhard Mährlein
Grießbuck 23
91720 Absberg
schatzmeister[at]vdhk.de

Stellv. Schatzmeister

Manfred Wendel
Röntgenstr. 28
91058 Erlangen
stellv.schatzmeister[at]vdhk.de

Referate

Höhlenschutz

Dominik Fröhlich, Lutherring 19, 67547 Worms

Höhlen sind vielfältige und äusserst empfindliche Naturphänomene, die als wissenschaftliche
Archive, als Lebensräume und nicht zuletzt aus ästhetischen Gründen unbedingt erhaltenswert und streng zu schützen sind.
Weitere Informationen zu

Höhlenschutz
Aktion Saubere Unterwelt

Schauhöhlen

Dr. Anne Ipsen, Oberbergstraße 27, 23795 Bad Segeberg
Michael K. Brust, Roßschau 5, 99707 Kyffhäuserland

In Deutschland gibt es aktuell 53 Schauhöhlen, die von Besucher*innen* im Rahmen einer geführten Wanderung besichtigt werden können, 17 dieser Schauhöhlen sind als Mitglied im Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V. organisiert (in der siehe eine Liste der Schauhöhlen Deutschlands sind die VdHK-Mitglieder mit * gekennzeichnet).

> Link Liste der Schauhöhlen

Schauhöhlen haben seit Ende des 17. Jahrhunderts die Menschen fasziniert. In Höhlen wird es möglich, in eine geheime, verborgene Welt einzutauchen, die von der Kraft des Wassers und der Schönheit der Gesteinsformationen geprägt ist und von der Menschheitsgeschichte und ihren tierischen Bewohnern erzählt.

Die im Verband organisierten Schauhöhlen erhalten Unterstützung in diversen Fragen des Schauhöhlenbetriebes und können sich untereinander austauschen. In den vergangenen Jahren fanden mehrere Schauhöhlenbetreiber*innen treffen statt. Da die Herausforderungen des Schauhöhlenbetriebes sich in vielen Fällen ähneln, waren diese Treffen für alle Teilnehmenden sehr fruchtbar.

Wir Schauhöhlenreferent*innen stehen den Schauhöhlenbetreiber*innen im Verband, über diese Treffen hinaus, auch individuell gern mit Rat und Tat zur Seite, wenn es z.B. um die Erneuerung einer Beleuchtungsanlage, den angemessenen Umgang mit den gesetzlichen Auflagen, um Personalangelegenheiten, Fragen des nachhaltigen Betriebes der Schauhöhlen, um den Antrag zur Förderung eines Projektes etc. geht. Wir freuen uns auf Ihre Anfragen.

Biospeläologie

Stefan Zaenker, Königswarter Str. 2a, 36039 Fulda

In Höhlen hat sich eine ganz spezielle Tierwelt entwickelt. So sind heute in Deutschland fast 750 Tierarten bekannt, die Höhlen gezielt als Lebensraum nutzen. Das Referat für Biospeläologie koordiniert die Erforschung und Erfassung der deutschen Höhlenfauna. In einer „Biospeläologischen Datenbank“ werden alle Tierfunde erfasst und bilden die Grundlage für wissenschaftliche Publikationen und Fragestellungen. Der Arbeitskreis Biospeläologie beschäftigt sich mit aktuellen Forschungsfragen und naturschutzrechtlichen Aspekten, z.B. der FFH-Richtline der EU und dem Bundesnaturschutzgesetz. VdHK-Aktionen wie die CaveLife-App und das „Höhlentier des Jahres“ werden von hier zentral organisiert.
Höhlentier des Jahres
CaveLife App

Jugendgruppe

Kontakt

Um eine gute Kommunikation und Vernetzung von hauptsächlich jungen Höhlenforschern herzustellen, riefen wir eine unabhängige Gruppe ins Leben, die sich in einem WhatsApp-Gruppenchat organisiert. Dieser Gruppenchat umfasst zur Zeit etwa 90 Jungforscher aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Es werden hauptsächlich Informationen über aktuelle Forschungsprojekte in fast ganz Europa geteilt. Zu den unterschiedlichsten Aktionen rund um die Höhlenforschung laden aber auch verschiedene Leute ein oder bieten immer wieder Möglichkeiten an, bei diversen Forschungsprojekten mitzumachen. Die Gruppe selbst stellt eine Art Plattform dar, durch die neue Kontakte geknüpft und gepflegt werden können. Da wir selbst keine eigenen Projekte betreuen und fast jeder in einem Höhlenverein Mitglied ist, veranstalten wir keine regelmäßigen Treffen. Wir organisieren jedoch jedes Jahr eine kleine Weihnachtsfeier im Westerwald.

Ausland

Michael Laumanns, Unter den Eichen 4c, 15834 Rangsdorf

Höhlenforschung und Karst-/Höhlenschutz sind international. In der Fédération Européenne de Spéléologie (FSE) und der weltweiten Organisation Union Internationale de Spéléologie (UIS) ist der Verband - auch personell - engagiert.
VdHK Mitglieder sind im Ausand tätig, nehmen an internationalen Expeditionen teil, oder organisieren eigene Forschungsprojekte im Ausland.

Das Referat "Ausland" hilft bei der Vorbereitung solcher Expeditionen und beim Herstellen von Kontakten. Eigene Recherche startet aber immer in Internet unter:
Speleological Abstracts BBS/SA (die Druckversionen sind in der Verbandsbibliothek und beim Auslandsreferent einsehbar)
Berliner Höhlenkundliche Berichte

Das Auslandsreferat berät auch zu Sponsoring-Möglichkeiten durch die FSE und die UIS.

Höhlentauchen

Rainer Straub, Uhuweg 7, 70794 Filderstadt

Höhlentauchen beginnt an Karstquellen und dort wo Grundwasser den Höhlengang komplett verschlossen hat. Motivation des Höhlentauchers ist es, diesen sogenannten „Siphon“ zu überwinden und weitere Gangpassagen unter und über Wasser zu erkunden.
Höhlentauchen erfordert aufgrund seines hohen Risikos eine speziell auf die Höhle angepasste Ausrüstung bei der die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände wie Atemgas, Atemregler, Licht und die überlebenswichtige Führungsleine redundant mitgeführt werden. Dies ist deshalb erforderlich, da in Unterwasserpassagen von Höhlen, im Gegensatz zum klassischen Sporttauchen im offenen Gewässer, im Notfall nicht direkt zur sicheren Oberfläche aufgetaucht werden kann. Unter Umständen muss der Höhlentaucher bei einem technischen Ausfall eines Ausrüstungsgegenstandes noch eine lange Unterwasserstrecke bis zum Erreichen eines lufterfüllten, sicheren Hohlraumes zurücklegen. Neben einer speziellen Ausrüstung ist eine gute Höhlentauchausbildung zielführend und wird empfohlen. Jedoch unterscheiden sich die Bedingungen beim Tauchen in deutschen Höhlen im Hinblick auf schlechte Sicht, Enge und Kälte teilweise immens von den Hotspots des Höhlentauchens in Frankreich, Florida oder Mexiko.
Neben dem sportiven Aspekt stehen bei den im VdHK aktiven Höhlentauchern die meist aus der Höhlenforscherszene kommen, vor allem Aspekte des Forschungstauchens im Vordergrund. Die schwierige Erstellung eines detaillierten Unterwasserplans bildet die Grundlage für wissenschaftliche Untersuchungen und die Kenntnis über den Verlauf der Höhle. Höhlentaucher unterstützen aufgrund der schwierigen Bedingungen häufig Wissenschaftler und Spezialisten bei der Probenahme von Höhlentieren, bei geologischen und hydrologischen Messungen unter Wasser und erstellen eine Foto- und Videodokumentation der Unterwasserhöhlen.

Ausbildung

Christian Kohl, Mittelweg 9, 68623 Hüttenfeld

Die Ausbildung für Höhlenforscher findet im Allgemeinen innerhalb der Höhlenvereine statt. Darüberhinaus bietet der VdHK überregional verschiedene Weiterbildungen an, z. B. zu Erste Hilfe und Kameradenrettung, Biospeläologie und Pressearbeit. Aktuelle Informationen zu Seminaren sind unter Termine zu erhalten.
 

Seit 1998 führt der VdHK in Kooperation mit dem Kreisjugendring München Land die Zusatzqualifikation Erlebnispädagogik im Berich Höhle durch.
Höhlentouren mit pädagogischem Anspruch führen ist das Ziel.
Die ZQ Höhle
- ist anerkannte berufliche Weiterbildung :
Inhalte und Lehrplan sind kultusministeriell unterstützt
- ist vom bay.Umweltministerium empfohlen
- hat ein vom VdHK benanntes Lehrteam
- hat inzwischen mehr als 100 erfolgreiche Absolventen

ZQ Höhle

Höhlenklima

vakant, Anfragen an die Vorsitzende

Höhlenrettung

Nils Bräunig, Gelbsreuth 30, 96197 Wonsees

Essentieller Bestandteil des Referats ist der Höhlenrettungsverbund Deutschland (HRVD), der als Arbeitskreis dem VdHK angegliedert ist. Im HRVD arbeiten alle deutschen Höhlenrettungsgruppen auf freiwilliger, konsensgetragener Basis zusammen.

Höhlenrettung hat sich in Deutschland seit den 1960er Jahren an verschiedenen Stellen aus Höhlenforscherkreisen heraus entwickelt. Durch regionale Unterschiede und Deutschlands föderale Strukturen im Rettungswesen ist die Höhlenrettung heute in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich organisiert. Das Spektrum reicht von Rettungsgruppen in Höhlenvereinen, einem separaten Höhlenrettungsverein bis zu Teams bei Bergwacht, Malteser Hilfsdienst und Feuerwehr.

Über den HRVD arbeiten die Gruppen in Ausbildung, Standardisierung und selbstverständlich im Einsatz im Interesse des Verunfallten eng zusammen.

Die Zusammenarbeit zwischen organisierter Höhlenforschung und Rettungsgruppen zu fördern ist eine der Aufgaben des Referats Höhlenrettung. Der Referent steht jederzeit für Fragen aus dem In- und Ausland zu Höhlenrettung in Deutschland zur Verfügung.

Presse

vakant, Anfragen an die Vorsitzende

Bibliothek

Alexander Platte, Diepke 4, 58642 Iserlohn

Seit seiner Gründung 1955 besitzt der Verband eine Fachbibliothek, die den Mitgliedern kostenlos zur Verfügung steht.

Die Bestände umfassen etwa 500 Monographien, 2.000 Sonderdrucke, 30 Bibliographien, sowie rund 200 Zeitschriften. Viele dieser Publikationen sind in öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken Deutschlands nicht zu finden. Hinzu kommen einige Nachlässe und Schenkungen. Der Schriftentausch umfaßt weltweit 80 Tauschpartner. Darunter sind sowohl Einzelpersonen und Vereine als auch wissenschaftliche Institutionen und Verbände.

Es ist das Ziel der Bibliotheksleitung, die deutschsprachigen speläologischen Periodika möglichst vollständig zu sammeln, sowie eine umfassende Dokumentation über deutsche Höhlen zu erreichen.

> Download: Liste der in der Bibliothek des VdHK geführten Zeitschriften (als pdf-Datei: 72 KB)

> Download: Liste der in der Bibliothek des VdHK geführten Monographien (als pdf-Datei: 260 kB)

> Link Benutzungshinweise zur Bibliothek:

Eine eigene Recherche in der Bibliothek ist problemlos nach frühzeitiger vorheriger Anmeldung und kurzer Einarbeitung möglich. Konkrete Literaturanfragen werden zeitnah bearbeitet. Dazu ist eine exakte Angabe des gewünschten Artikels oder Buches wichtig. Es können Artikel kostenfrei auch als pdf-Datei per e-mail versendet werden.

Nach wie vor verschicken wir kostenpflichtig Kopien von Zeitschriftenaufsätzen. Nach Empfang der Sendung sollten die tatsächlichen Kosten beglichen werden. Bücher werden nur an Mitglieder des Verbandes verschickt und sind innerhalb von 4 Wochen zurückzusenden.

Geologie und Paläontologie

Matthias López Correa, GeoZentrum Nordbayern, Universität Erlangen-Nürnberg, Loewenichstr. 28, 91054 Erlangen


In Höhlen ermöglicht sich wortwörtlich ein Blick ins Bergesinnere auf die Schichtung und Lagerung der Gesteine, sowie auf freikorrodierte Fossilien an den Wänden. Diese natürlichen Museen der Erdgeschichte erzählen spannende Geschichten die oft hunderte von Millionen Jahren zurückreichen. In Deutschland kommen Höhlen vor allem in den Mittelgebirgen und in den Alpen vor, während in der Norddeutschen Tiefebene und im Alpenvorland solche kaum zu finden sind. Ein Blick auf die geologische Karte, die die Verbreitung der Gesteine darstellt, zeigt das Höhlen vorwiegend in Kalkgesteinen und Gipsgesteinen vorkommen, welche durch versickerndes Wasser und chemische Prozesse gelöst werden können. In sandigen und tonigen Gesteinen sind Höhlen hingegen extrem selten. Durch die Lösung der Gesteine verändert sich auch die Landschaft an der Oberfläche, mit der Entwicklung von Erdfällen, Dolinen, oberflächlich abflußlosen Senken und Bachschwinden, die von Fachleuten als Karstphänomene zusammengefaßt werden. Die Dokumentation der Höhlen im Untergrund und das Wissen um die Verbreitung von Karst ist auch für die Baugrundgeologie von hoher Bedeutung.

Für Höhlenforscher, Archäologen und Klimawissenschaftler sind Höhlen aber auch interessant dank der Ablagerungen, die Knochen eiszeitlicher Tiere wie Höhlenbären enthalten können. Das Referat für Geologie und Paläontologie ist Anlaufstelle für alle erdgeschichtlichen Fragen rund um Höhlen und stellt den Kontakt zu erfahrenen Höhlenforschern und universitären Wissenschaftlern her. Dies gilt insbesondere bei Knochenfunden, die gesetzlichem Schutz unterliegen, und fachgerechter Bergung und Auswertung bedürfen, ebenso wie für Fragen der Baugrundgeologie im Karst.

 

Archäologie

Bernhard Häck, Elbestraße 37, 84036 Landshut

Als der Mensch die Höhlen als Wohn- und Sozialraum, als Nutz-, Sterbe- sowie Bestattungsort wahrgenommen hat, änderte er auch den Höhlenraum nach seinen Vorstellungen. Diese Veränderungen an und in den Höhlen haben sich mitunter bis heute erhalten. Davon zeugen auch die anthropogen eingebrachten bzw. veränderten Sedimente als Ablagerungen innerhalb der Höhle. Durch interdisziplinär durchgeführte archäologische Ausgrabungen können diese Einlagerungen die Nutzung einer Höhle, aber auch der hier gelebten Menschen rekonstruieren lassen. Da die Höhlensedimente besonderen Lagerungsbedingungen unterliegen können sich archäologisch relevante Funde bereits an der Oberfläche des Höhlenbodens befinden. Deshalb ist vorsichtiges begehen einer Höhle anzuraten. Beim Auffinden von derartigen Hinterlassenschaften sollten die zuständigen Denkmalämter oder der Referent für Höhlenarchäologie kontaktiert werden.

Archiv

Bernhard Häck, Elbestraße 37, 84036 Landshut

Ein Archiv stellt das kollektive Gedächtnis einer Gemeinschaft dar. In ihm werden relevante Dokumente und Unterlagen, die Auskunft über das Werden und die Arbeit einer bestimmten Gemeinschaft geben, in gesicherten Räumen aufbewahrt. Um dem Interessierten dieses Archivgut zugängig zu machen, werden die Originalunterlagen gesichtet und mit einer Inventarnummer versehen und ggfls. dupliziert bzw. gescannt. In der Schriftgutverwaltung eines Archives sind Fotos, Aktenvermerke, Dokumente, Protokolle, Veranstaltungen wie Tagung und Exkursionen, allgemeiner Schriftverkehr aber auch Nachlässe von Höhlenforschern  gelagert. Um die Inhalte eines Archives für die Öffentlichkeit zu erschließen sichtet der Archivar/in das Archivgut und stellt dieses der Allgemeinheit zur Verfügung. Einsicht in das Archiv hat jede Person, die ein berechtigtes Interesse darlegt.

Schriftleitung

Dr. Friedhart Knolle, Grummetwiese 16, 38640 Goslar
Sven Bauer, Frankenhäuser Str. 28, 99706 Sondershausen
Mathias Beck, Münchner Str. 4, 82229 Seefeld
Hildegard Rupp, Zum Thingplatz 10, 29229 Celle

Vertreter der Einzelmitglieder

Dr. Andreas Schenkel, Königsberger Straße 8, 64625 Bensheim

Solidaritätsfonds

Verwalter
Manfred Wendel, Röntgenstr. 28, 91058 Erlangen

Verwaltungsratsmitglied
Ingo Dorsten, Auf der Blitz 8, 35767 Breitscheid

Selbst bei größtmöglicher Vorsicht: Unfälle in Höhlen sind leider nicht ausgeschlossen. Die Bergung von Personen aus Höhlen ist wegen der extremen technischen Schwierigkeiten oft außerordentlich teuer.
So wurde vom  VdHK nach einer Möglichkeit gesucht um verunfallte Mitglieder zu untersützen.
So haben die im Verband organisierten Höhlenforscher auf ihrer 40. ordentlichen Hauptversammlung am 30.04.1995 in Iserlohn-Letmathe beschlossen, einen selbstverwalteten Bergungskosten-Solidaritätsfonds 1 zu gründen. Dieser Fonds wurde am 17.06.2017 auf der 62. ordentlichen Hauptversammlung in Laichingen durch Bergungskosten-Solidaritätsfonds 2 abgelöst.

Jedes Verbandsmitglied ist hiermit aufgefordert, sich an dem Fonds zu beteiligen. Da der Fonds auf Solidarität untereinander basiert, gilt dies auch für diejenigen, die nicht mehr aktiv tätig sind.

zum Soli 1 und Soli 2

Delegierter bei der Europäischen Speläologischen Föderation FSE

Michael Laumanns, Unter den Eichen 4c, 15834 Rangsdorf

Delegierter bei der UIS-Kommission für Informatik

Jochen Duckeck, Archivstr. 11, 90408 Nürnberg

Beauftragter für FISAT

Georg Nebel, Riemannstr. 24, 10961 Berlin

Beauftragte für die VdHK-Website

Georg Nebel, Riemannstr. 24, 10961 Berlin
Torsten Kohn, Rehfeld 4, 15324 Letschin

Solifonds

Selbst bei größtmöglicher Vorsicht: Unfälle in Höhlen sind leider nicht ausgeschlossen. Meistens handelt es sich um unbedeutende Blessuren. Es sind aber auch in Deutschland bereits spektakuläreUnfälle passiert.

Dabei hat sich gezeigt, dass die Bergung von Personen aus Höhlen wegen der extremen technischen Schwierigkeiten oft außerordentlich teuer ist.

Um eine verunfalltes Mitglied zu untersützen wurde von VdHK eine Möglichkeit gesucht teilweise die entstanden Kosten in Rahmen der Richtlinen zu übernehme.

Deshalb habden die im Verband organisierten Höhlenforscher auf ihrer 40. ordentlichen Hauptversammlung am 30.04.1995 in Iserlohn-Letmathe beschlossen, einen selbstverwalteten Bergungskosten-Solidaritätsfonds 1 zu gründen.

Dieser Fonds wurde am 17.06.2017 auf der 62. ordentlichen Hauptversammlung in Laichingen durch Bergungskosten-Solidaritätsfonds 2 abgelöst.

Der Bergungskosten-Solidaritätsfonds 1steht nur noch den beigetretenen Mitgliedern bei einen Unfall zur Verfügung.

Jedes Verbandsmitglied ist hiermit aufgefordert, sich an dem Fonds zu beteiligen. Da der Fonds auf der Solidarität untereinander basiert, gilt dies auch für diejenigen, die z.B. gar keine Höhlen mehr besuchen.

Wenn Sie als Vereinsmitglied dem Fonds beitreten möchten, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Verein, ob dieser eine aktuelle Mitgliederliste an den Verband (stellv. Schatzmeister, Adresse siehe Vorstand) abgeschickt hat.

Mitglied im Fonds wird man, wenn man die ausgefüllte Einverständniserklärung dem Fondsverwalter zusendet und einen Betrag von mindestens 60 EUR auf dem Konto des Bergungskosten-Solidaritätsfonds eingegangen ist.

(Volksbank Laichingen, IBAN: DE12630913000001492012, BIC: GENODES1LAI).

Weitere Informationen sind den Richtlinien zum Solifond 2 zu entnhemen.

Institut für angewandte Karst- und Höhlenkunde IKH

Geschäftsführer
Andreas Wolf, Elisenstr. 24, 82152 Krailling  
Bärbel Vogel, Hauptstraße 5 87484 Nesselwang

Das Institut für angewandte Karst- und Höhlenkunde (IKH) bündelt die Arbeit von über 2.300 organisierten Höhlenforschern in ganz Deutschland und bietet deren Dienstleitungen an. Es steht nicht nur der Höhlenforschung offen sondern wendet sich im besonderen an Behörden, Unternehmen, Wissenschaft, Naturschutzverbände, Schulen und Privatpersonen. Mitarbeiter erforschen und dokumentieren Objekte in Zusammenhang mit Höhlen und Karst. Vor Ort können Informationen zur Lage, Fauna und Flora, Höhleninhalten oder dem Bezug zu Oberfläche wie Wassereinzugsgebieten etc. gewonnen werden.
 

Benno-Wolf-Preis

Im Gedenken an den Nestor der deutschen Höhlenforschung und ersten deutschen Höhlenforscher von internationalem Format Dr. Benno Wolf (1871 - 1945) vergibt der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher seit 1996 den Dr.-Benno-Wolf-Preis. Mit ihm sollen nicht nur besondere Leistungen im Höhlenschutz und in der Höhlenforschung gewürdigt werden, sondern es soll auch ein Zeichen gegen Intoleranz und Unfreiheit in der wissenschaftlichen Forschung gesetzt werden.

Es handelt sich um einen ideellen Preis, der von der Höhlenforscherin und Künstlerin Angela Lohre (Reichshof-Eckenhagen) gestaltet wird.

Benno Wolf

1945 endete in Europa ein Unrechtsstaat, der auch der Höhlenforschung in Österreich und Deutschland schwersten Schaden zufügte. Mit der Gleichschaltung aller höhlenkundlichen Vereinigungen in der Nazi-Organisation für Forschung und Kultur, dem "Ahnenerbe", war ein Klima der Denunzierung und Unterdrückung geschaffen worden, das schon lange vor dem Krieg die freie Höhlenforschung mehr oder weniger zum Erliegen brachte. Höhlenkundler, die sich widersetzten oder nicht genehm waren, wurden ausgegrenzt und verfolgt. Ein besonders krasses Beispiel für dieses Vorgehen ist Dr. Benno Wolf.
Wolf wurde 1871 geboren. Er hatte jüdische Vorfahren, war aber evangelisch getauft. Wolf studierte Jura und kam nach Referendarszeiten im Rheinland und Hessen im Jahre 1912 nach Berlin-Charlottenburg, wo er seitdem als Richter am Landgericht tätig war. Im Rahmen seiner beruflichen Arbeit erstellte Benno Wolf z.B. den Entwurf des ersten deutschen Naturschutzgesetzes. 1933 kam er seiner Entlassung durch die neuen Machthaber mit einem freiwilligen Abschiedsgesuch zuvor.

Seit 1898 hatte sich Benno Wolf intensiv mit der Höhlenforschung beschäftigt und war rasch bekannt geworden. Er vollbrachte nicht nur für seine Zeit befahrungstechnische Höchstleistungen, z.B. in slowenischen Schachthöhlen, sondern entwickelte sich aufgrund seiner vielen Kontakte zum Nestor der deutschen Höhlenforschung: Wolf vermittelte Experten aus dem In- und Ausland für höhlenkundliche Projekte, beschaffte Geld für Forschungsvorhaben, publizierte einen weltweiten Höhlentierkatalog, redigierte die Hauptverbandszeitschrift bis 1937 und war langjähriger Vorstand des Hauptverbands Deutscher Höhlenforscher. Um den Verband politisch nicht zu sehr zu exponieren, legte Wolf den Vorsitz jedoch rechtzeitig vor der Machtergreifung der Nazis in andere Hände.

Vor allem besaß Wolf aber eine wertvolle und umfangreiche private höhlenkundliche Bibliothek, die ihm als Grundlage für die Arbeit an einem Welthöhlenverzeichnis diente - einem heute kaum mehr vorstellbaren Projekt. Mit der Untertageverlagerung von Teilen der NS-Rüstungsproduktion weckte dieses Material aber die Begehrlichkeiten der Nazi-Schergen. So schrieben seine Gegner damals, dass man "diesen Wolf endlich von der Bildfläche verschwinden lassen sollte, um seiner Unterlagen habhaft zu werden".

Im Juli 1942 wurde Benno Wolf als 71jähriger im Berlin von der Gestapo verhaftet und nach Theresienstadt deportiert, wo er infolge der unmenschlichen Haftbedingungen im Januar 1943 starb.

 

Literatur zu Dr. Benno Wolf und den Hintergründen seines Todes

  • GRUBER-LIEBLICH, R. & KNOLLE, F. (2007): Julius Riemer - Mäzen von Benno Wolf. - Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforscher 53 (2): 43-45
  • KATER, M.H. (1974): Das "Ahnenerbe" der SS 1935 - 1945. Ein Beitrag zur Kulturpolitik des Dritten Reiches. - Studien Zeitgesch., Inst. f. Zeitgesch., dva
  • KNOLLE, F. (1990): Zur Geschichte der deutschen Höhlenkunde im Schatten des Nationalsozialismus. - Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforscher 36 (1): 4-10
  • KNOLLE, F. (2001): Nazi-"Höhlenerlasse", militärische Höhlenkataster und alliierte höhlenkundliche Geheimdienstberichterstattung. - Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforscher 47 (2): 48-50
  • KNOLLE, F. & SCHÜTZE, B. (2005): Dr. Benno Wolf, sein Umfeld und seine interdisziplinäre Wirkung - eine Klammer zwischen den deutschen Höhlenforscherverbänden. - Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforscher 51 (2): 48-55
  • KNOLLE, F., BERGEMANN, H., BRUST, M.K. & WINKELHÖFER, R. (2010): Dr. Benno Wolf aus Dresden zum Gedenken - Noch immer sind nicht alle Fragen gelöst. - Der Höhlenforscher 42 (2): 36-53 + Titelfoto
  • KNOLLE, F., KEMPE, S. & TRAVASSOS, L.E.P. (2013): Nazi Military Use of German Caves, Dr. Benno Wolf and the World Cave Registry Project. - Vortrag 16th International Congress of Speleology, Brno
  • SCHAFFLER, H. (1991): Die "Höhlenforschung" im Dritten Reich. - Karst u. Höhle 1989/90: 33-97
  • SPÖCKER, R.G. (1986): Ahasver Spelaeus - Erinnerungen an Dr. BENNO WOLF. Bearbeitet und mit Anmerkungen versehen von F. REINBOTH und F. KNOLLE. - Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforscher 32 (1): 4-8
  • STOFFELS, D. (1987): Dr. Benno Wolfs Wirken in Rheinland-Westfalen. - Mitt. u. Ber. Speläogruppe Letmathe 2/1987: 10-20
  • STOFFELS, D. (1995): Dr. Benno Wolf - Ein Pionier der Höhlenforschung in Deutschland. - Speläologisches Jahrbuch 1994, Verein f. Höhlenkunde in Westfalen, Iserlohn, S. 78-83
  • STOFFELS, D. (1995): Dr. Benno Wolf und das dunkle Kapitel deutscher Höhlenforschung. - Der Höhlenforscher 27 (2): 35- 43
  • STOFFELS, D. (1995): Dr. Benno Wolfs Todesdatum festgestellt. - Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforscher 41 (4): 55
  • WAGNER, A. (1981): Erinnerungen an Landgerichtsrat Dr. Benno WOLF. - Mitt.-Bl. Abt. Karst- u. Höhlenkde. Naturhist. Ges. Nürnberg 14 (1/2) 24: 8-16

 

Preisträger des Dr.-Benno-Wolf-Preises

2019: Jochen Duckeck (Nürnberg)
2018: Stefan Voigt (Ennepetal)
2017: Prof. Dr. Wolfgang Ufrecht (Stuttgart)
2015: Michael Krause (Stuttgart)
2013: Ralph Müller (Schrozberg) und Rainer Fohlert (Wutha-Farnroda)
2012: Landesverband für Höhlen- und Karstforschung Hessen
2011: Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Pfeffer (Tübingen)
2010: Dr. Friedhart Knolle (Goslar)
2009: Michael Laumanns (Berlin)
2008: Dieter Stoffels (Mülheim)
2007: Jörg Obendorf (München)
2006: Dr. Klaus Dobat (Tübingen)
2004: Stefan Zaenker (Fulda)
2003: Prof. Dr. Wolfgang Dreybrodt (Bremen)
2002: Dr. Herbert W. Franke (Puppling bei München)
2000: Bodo Schillat (Rinteln-Steinbergen)
1999: Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen (Krefeld)
1997: Petra Boldt (Schelklingen-Schmiechen) und Karl Hager (Nürnberg)
1996: Prof. Dr. Hubert Trimmel (Wien)

Mitglied werden

In Deutschland - und auch weltweit - ist die Höhlenforschung kein Beruf, sondern eine idealistische Freizeitbeschäftigung, die sich nicht zum Broterwerb eignet. Während Höhlenforscher aller Altersstufen in ihrer Freizeit Höhlen und Karsterscheinungen erforschen und schützen, üben sie im Alltag die unterschiedlichsten Berufe aus. Mitglied des Verbandes kann generell jeder werden, wenn er unter Anerkennung der Satzung einen Aufnahmeantrag (pdf) (doc) ausfüllt und seinen Antrag in kurzen Worten begründet. Der Mitgliedsbeitrag wird in der Beitragsordnung festgelegt, die von der Hauptversammlung beschlossen wird.

Beitragssätze

Einzelmitglieder60,00 EUR
Institute, Behörden45,00 EUR
Jugendmitglieder (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres)15,00 EUR
Familien und Paare mit gemeinsamer Anschrift (inkl. Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres)70,00 EUR

Vereine/Gruppen

Grundbeitrag80,00 EUR
Zuschlag pro Mitglied4,00 EUR

Schauhöhlen

bis 20.000 Besucher pro Jahr30,00 EUR
20.001 - 80.000 Besucher pro Jahr90,00 EUR
80.001 - 200.000 Besucher pro Jahr150,00 EUR
über 200.000 Besucher pro Jahr300,00 EUR

Mitgliedsausweise

Die Ausstellung eines Mitgliedsausweises kostet für jeden Ausweis3,00 EUR
Landesverbände
(anerkannt durch die im Bundesland tätigen Höhlenforscher)
beitragsfrei

Leistungen

Für den Mitgliedsbeitrag erhält jedes Verbandsmitglied das Recht, sich aller Verbandseinrichtungen zu bedienen und an allen Verbandsveranstaltungen teilzunehmen. Mit der Mitgliedschaft ist das Stimmrecht auf der jährlichen Hauptversammlung gemäß Satzung verbunden.
Verbandsmitglieder erhalten einen Mitgliedsausweis, der z.B. bei vielen Schauhöhlen des In- und Auslands auf freiwilliger Basis Ermäßigungen auf den Eintrittspreis ermöglicht.

Weiterhin erhalten Verbandsmitglieder die in der Regel 4 x jährlich erscheinenden "Verbandsmitteilungen" und die Jahrbücher "Karst und Höhle" sofort nach Erscheinen, die den jeweils aktuellen Stand der Höhlenforschung im In- und Ausland darstellen. Verbandsmitglieder erhalten erhebliche Ermäßigungen auf die weiteren Verbandspublikationen und beim Nachkauf älterer Publikationen des Verbandes.

Verbandsmitglieder können sich am Bergungskosten-Solidaritätsfonds (s.u.) beteiligen, der bei Höhlenunfällen einen erheblichen Beitrag zu den oft hohen Bergungskosten leistet.

Verbandsmitglieder sind für die Tätigkeiten, die der Verbandssatzung entsprechen, haftpflichtversichert (z.B. bei Ausrichtung eines Schulungslagers, einer öffentlichen Exkursion oder einer Tagung).

Falls Ihnen der Mitgliedsbeitrag zu hoch erscheinen sollte und Sie dennoch an Informationen über die Karst- und Höhlenforschung interessiert sind, können Sie die "Verbandsmitteilungen" separat abonnieren. Ein Jahresabonnement gilt - unabhängig vom Zeitpunkt der Bestellung - immer für die Hefte 1 - 4 des laufenden Jahres und kostet (inkl. Porto/Verpackung) 20,00 EUR. Jahresabos können bei unserem Schatzmeister  bestellt werden.

 

Dokumente

gesetzliche Grundlagen